Was ist eine Placenta praevia?

Bei einer tiefliegenden bzw. vorgelagerten Plazenta (Placenta praevia) haftet der Mutterkuchen nicht im oberen oder seitlichen Bereich der Gebärmutterinnenwand an, sondern in der unteren Hälfte. Dabei kann er den inneren Muttermund teilweise (Plazenta praevia partialis) oder ganz (Plazenta praevia totalis) bedecken und dadurch den Geburtskanal blockieren.

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Wenn sich die Gebärmutter in der zweiten Schwangerschaftshälfte ausdehnt, droht eine Loslösung der Plazenta mit unkontrollierten Blutungen (Hämorrhagien). Diese sind selten, können aber lebensbedrohlich für Mutter und Kind werden. Je mehr Plazentagewebe vor dem Gebärmutterausgang liegt, desto größer ist das Blutungsrisiko.

Nur bei einem Drittel der Schwangerschaften mit Placenta praevia ist deshalb eine natürliche Vaginalgeburt möglich. In den anderen Fällen erfolgt ein geplanter (elektiver) Kaiserschnitt, meist um die 38. Schwangerschaftswoche, um einen ausreichenden zeitlichen Sicherheitsabstand zum regulären Geburtstermin zu gewährleisten.

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