Wie wird ein Wehenbelastungstest durchgeführt?

Ein Wehenbelastungstest wird üblicherweise in einer Geburtsklinik durchgeführt, in der Sie in der Regel nüchtern (ohne Frühstück) erscheinen sollen.

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Vor der Wehenstimulation wird zunächst eine halbe Stunde lang ein CTG geschrieben, um bereits bestehende Wehen oder einen aktuellen Stresszustand des Ungeborenen auszuschließen. Die Überwachung der fetalen Herzfrequenz wird anschließend fortgesetzt, während Sie das wehenauslösende Hormon Oxytocin über eine Kanüle im Arm infundiert oder – weniger gut steuerbar – als Nasenspray verabreicht bekommen. Die Dosis des Oxytocins wird kontinuierlich im halbstündigen Rhythmus gesteigert, bis sich eine regelmäßige Wehentätigkeit Ihrer Gebärmutter eingestellt hat – oder aber eine definierte Höchstdosierung erreicht wurde. Deshalb heißt diese Untersuchung auch Oxytocin-Belastungstest (OBT).

Bei Terminüberschreitung nicht mehr empfohlen

Nach 30 Minuten regelmäßiger Wehentätigkeit ohne Auffälligkeiten ist der Test beendet – Sie können sich wieder frei bewegen und Nahrung zu sich nehmen. Gibt es dagegen Anzeichen einer abnormen kindlichen Herztätigkeit, hängt das weitere Vorgehen von deren Art, dem Schwangerschaftsalter, der Lage des Kindes im Mutterleib und dem Zustand des Muttermundes ab. Die Handlungsoptionen lauten dann: Überwachung, Geburtseinleitung oder Kaiserschnitt.

Obwohl nach Ansicht der zuständigen Fachgesellschaft der OBT bei einer Terminüberschreitung nicht mehr angesagt (indiziert) ist, kommt er nach wie vor zur Anwendung. Häufig reicht dabei die Teststimulation mit Oxytocin aus, um die eigene Wehentätigkeit der Schwangeren anzuregen und der Geburt freien Lauf zu lassen. Falls nichts passiert, kann das Prozedere nach zwei Tagen wiederholt werden – wenn Ihr Kind nicht dem zuvor- und lieber „freiwillig“ auf die Welt kommt.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
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