Wann wird ein Wehenbelastungstest durchgeführt?

Aus folgenden Gründen wird ein Wehenbelastungstest von ärztlicher Seite in Erwägung gezogen:

  • auffälliges CTG mit unregelmäßiger, zu hoher oder zu niedriger kindlicher Herzfrequenz
  • Verdacht auf Mangelfunktion des Mutterkuchens (Plazentainsuffizienz)
  • Überschreitung des errechneten Geburtstermins um 8–10 Tage (Übertragung)

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Allerdings weist der Wehenbelastungstest keinen eindeutig nachgewiesenen klinischen Vorteil, dafür aber eine falschpositive Rate von bis zu 50% auf. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass der Test eine Mangelfunktion des Mutterkuchens (Plazenta) suggeriert, obwohl eigentlich alles in Ordnung ist. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) bewertet dieses Verfahren deshalb recht kritisch und hält es gemäß ihrer CTG-Leitlinie bei einer Terminüberschreitung für nicht mehr angebracht (obsolet).

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
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