Wie funktioniert der handelsübliche Schwangerschaftstest?

Die am häufigsten angewandten, handelsüblichen Schwangerschaftstests, die rezeptfrei in der Apotheke oder Drogerie erhältlich sind, beruhen auf dem Nachweis des Schwangerschaftshormons hCG (humanes Choriongonadotropin) im Urin.

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Dieses Hormon wird bereits in den ersten Schwangerschaftstagen von der sich entwickelnden Plazenta produziert, nachdem sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter eingenistet hat. Im Blutserum kann ein Ansteigen der Hormonkonzentration schon etwa 1 Woche (6.-9. Tag) nach dem Eisprung festgestellt werden und im Urin nach zwei Wochen – also bereits zum Zeitpunkt der ausbleibenden Regelblutung.

Was dann die Verfärbung im Schwangerschaftstest herbeiführt, sind im Test-Set bereitgehaltene Antikörper gegen das hCG-Hormon.

Und so sieht es in der Praxis aus

Da der Morgenurin normalerweise die höchste Konzentration von hCG aufweist, ist er am besten als Testsubstrat geeignet. Aufgrund der verbesserten Empfindlichkeit sollen die Tests heute aber auch zu jeder anderen Tages- und Nachtzeit funktionieren.

Halten Sie das Teststäbchen einige Sekunden lang in den Urinstrahl oder in ein Gefäß mit der aufgefangenen Harnflüssigkeit. Nach einigen Minuten (genaue Angabe im Beipackzettel) können Sie das Ergebnis ablesen: Die Verfärbung des Kontrollstreifens zeigt an, dass der Test grundsätzlich funktionstüchtig ist. Entscheidend ist der andere Teststreifen, der nur bei Kontakt mit hCG-Antigen reagiert. Verfärben sich also beide, besteht nach Herstellerangaben mit 99%iger Sicherheit eine Schwangerschaft.

Falschnegative und (sehr selten) falschpositive Ergebnisse sind aber möglich. Sie sollten daher den Test ggf. wiederholen und bei Verdacht auf eine Schwangerschaft immer den Frauenarzt aufsuchen.

Hier z.B. kann man Schwangerschaftstests kaufen.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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