Kann man den privaten Anbietern für Nabelschnurblut-Einlagerungen trauen?

Na ja. Die Aussagen kommerzieller Anbieter zur (privaten) Einlagerung von Nabelschnurblut bzw. der daraus gewonnenen Stammzellen sind für sich genommen zumeist korrekt. Problematisch sind dabei aber vor allem zwei Dinge:

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  • Die Aussagen sind dazu geeignet, bei werdenden Eltern den (nicht ganz korrekten) Eindruck zu erwecken, die Investition von mehreren Tausend Euro in ein Nabelschnurblut-Bankkonto sei nahezu unverzichtbar. Eine Lebens- bzw. Gesundheitsversicherung für Ihren Nachwuchs, der dringend erforderlich ist, sonst droht Unheil. Umgekehrt könnten manche Eltern deshalb von Gewissensbissen geplagt werden, wenn sie ihrem Kind ein solches „Allheilmittel“ vorenthalten.
  • Zwar stimmt es, dass Stammzellen – generell und auch solche aus Nabelschnurblut – seit Jahrzehnten erfolgreich zur Behandlung von Krebs- und Bluterkrankungen eingesetzt werden. Doch handelt es sich dabei in den allermeisten Fällen eben nicht um Eigenspenden (für das eigene Kind, sogenannte autologe Stammzelltransplantate), sondern um Fremdspenden (allogene Stammzelltransplantate).


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