Wer kann Nabelschnurblut spenden und welche Formen der Spende gibt es?

Nabelschnurblut¬† kann pinzipiell von jeder vollj√§hrigen und gesunden Mutter nach der Geburt ihres Kindes gespendet werden. Lassen Sie sich √ľber die M√∂glichkeiten von Ihrer Geburtsklinik im Vorfeld informieren.

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Um sich selbst ein Bild machen und eine fundierte Entscheidung treffen zu können, sollten Sie wissen und verstehen, welche Formen der Nabelschnurblut-Spende es gibt:

  • Allgemeine Spende


    Sie stellen das Nabelschnurblut Ihres Babys √∂ffentlichen Nabelschnurblutbanken zur Verf√ľgung, die sich um die Aufbereitung und Weiterleitung zur Behandlung lebensbedrohlich erkrankter Menschen k√ľmmern.
  • Gerichtete Spende


    Sie spenden das Nabelschnurblut ebenfalls an eine öffentliche Blutbank, jedoch gezielt zur späteren Behandlung eines Geschwisterkindes oder eines anderen Verwandten ersten Grades, bei dem eine Stammzelltransplantation notwendig ist.
  • Eigenspende


    Sie lassen das Nabelschnurblut von einem kommerziellen Anbieter privat einlagern, damit es im Bedarfsfall ausschlie√ülich bei Ihrem Kind selbst zum Einsatz kommt. Im Unterschied zu den beiden ersten Varianten m√ľssen Sie hier mit erheblichen selbst zu tragenden Kosten rechnen (derzeit etwa ab 2.000 Euro f√ľr einen Zeitraum von 20 Jahren).

Private Nabelschnurblutbanken bieten zunehmend auch die Kombination von Allgemein- und Eigenspende an, was allerdings aufgrund drohender moralischer Konfliktsituationen im Bedarfsfall sehr problematisch erscheint.

Wann darf keine Nabelschnurblutspende durchgef√ľhrt werden?

Es gibt nur sehr wenige F√§lle, in denen eine Nabelschnurblutspende trotz Gesundheit von Mutter und Kind nicht durchgef√ľhrt werden darf. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Schwangere in den Wochen vor der Geburt Blutprodukte erhalten hat, wozu auch die Anti-D-Prophylaxe bei Rhesus-Unvertr√§glichkeit z√§hlt.

Was bedeutet ‚Äěautologe‚Äú und ‚Äěallogene‚Äú Stammzelltransplantation?

Wenn es um die Verwendung von Nabelschnurblut geht, sind zwei Formen der √úbertragung der darin enthaltenen Stammzellen zu unterscheiden: die autologe und die allogene. Bei der autologen Transplantation ist Ihr Kind sowohl Spender als auch Empf√§nger, es handelt sich also um eine Eigenspende. Bei der allogenen √úbertragung sind der Spender und der Empf√§nger verschiedene Personen ‚Äď es handelt es sich um eine Fremdspende und damit um einen sozialen Akt, wie man ihn vom Blut- oder Knochenmarkspenden kennt.

Beide Formen weisen f√ľr den Empf√§nger Vor- und Nachteile auf, wobei letztere bei der autologen Transplantation gegenw√§rtig zu √ľberwiegen scheinen. Zwar wurden schon viele Eigenspenden auf Veranlassung der Eltern get√§tigt und bei privaten Nabelschnurblutbanken eingelagert, zur Anwendung sind bisher aber ‚Äď im Unterschied zur allogenen Stammzell√ľbertragung ‚Äď bisher nur sehr wenige gekommen.

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