Was genau ist Nabelschnurblut?

Nabelschnurblut ist das Blut, das nach der Geburt des Kindes in der Nabelschnur und dem Mutterkuchenrest zurückbleibt. Nach der Abnabelung haben beide ihre Aufgabe im Rahmen der Fortpflanzung erfüllt und werden mit dem darin enthaltenen Restblut im Normalfall des deutschen Klinikalltags entsorgt.

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Das Nabelschnurblut enthält sogenannte Blutstammzellen, die denen aus dem menschlichen Knochenmark ähneln. Es stellt damit die am einfachsten zugängliche Quelle von Stammzellen dar, die über die schnelle Verfügbarkeit hinaus noch einige weitere Vorteile aufweisen. Aus einer Nabelschnurblut-Spende lässt sich etwa der Inhalt einer Tasse (100 ml) an dieser potenziell wertvollen Substanz schöpfen.

Warum ist das Nabelschnurblut reich an Stammzellen?

Im letzten Schwangerschaftsdrittel kommt es beim Ungeborenen zu einer Verlagerung der Blutbildung aus Leber und Milz ins Knochenmark. Da die Wanderung der blutbildenden Vorläuferzellen über den Blutkreislauf des Kindes erfolgt, ist zum Zeitpunkt der Geburt sein gesamtes Blut und damit auch das Restblut in Nabelschnur und Plazenta außergewöhnlich reich an Stammzellen. Entdeckt wurde dieser Umstand in den 1980er Jahren.

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