In-Vitro-Fertilisation: Wie sinnvoll ist es, den Gerinnungsstatus zu bestimmen?

Ein Hauptproblem bei der künstlichen Befruchtung (IVF) stellt die häufig ausbleibende Einnistung der eingesetzten Embryonen dar. Zu den möglichen Ursachen wird eine Genveränderung gezählt, die zu einer Art Gerinnungsstörung führt.

Die Rede ist von einer erhöhten Konzentration des Plasminogen-Aktivator-Inhibitor vom Typ 1 (PAI-1). Das ist ein Protein, das an der Blutgerinnung mitwirkt. Von den PAI gibt es vier Typen, wobei ein zuviel an PAI-1 zu verstärkter Blutgerinnung führt. Das Ganze wird auch als PAI-1 Polymorphismus (4G/4G) bezeichnet.

Messung der Gerinnungsfaktoren vor einer IVF kann sinnvoll sein

Die PAI-1-Messung kann deshalb zur Basisuntersuchung im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung gehören. Auch einen Therapievorschlag gibt es für IVF-Patientinnen mit diesem Polymorphismus: die kombinierte Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS 100) und Heparin ab dem Embryo-Transfer. Deren Nutzen ist allerdings wissenschaftlich noch nicht ausreichend gesichert.

Das Risiko für zu hohe PAI-1-Spiegel wird übrigens auch durch Rauchen und die "Pille" erhöht.

Autor:

Anzeigen