Was ist eine Follikelpunktion?

Damit Eizellen außerhalb des weiblichen Körpers künstlich befruchtet werden können, müssen sie erst einmal gewonnen werden. Dies geschieht durch eine Follikelpunktion, die der Arzt unter Ultraschallkontrolle durchführt. Als Follikel bezeichnen Mediziner die Eibläschen.

Während früher im Rahmen einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) durch die Bauchdecke punktiert wurde, führt heute der übliche Weg über die Scheide. Auf den normalen Schallkopf des Sonografiegeräts wird eine spezielle Punktionsvorrichtung gesetzt, mit deren Nadel durch die Scheidenwand hindurch in den Eierstock und dort gezielt in geeignete Eibläschen gestochen wird.

Mit der Flüssigkeit werden auch die in den Follikeln befindlichen Eizellen abgesaugt, unter dem Mikroskop herausgesucht und in einem speziellen Kulturmedium bis zum nächsten Behandlungsschritt aufbewahrt. Der nur einige Minuten dauernde Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung, Schmerz- bzw. Beruhigungsspritzen oder kurzer Vollnarkose.

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