Kaiserschnitt: Vorteile & Risiken

Was spricht für einen Kaiserschnitt? Und was dagegen? Mehr zu Vor- und Nachteilen in diesem Kapitel.

Natürliche Geburt oder Kaiserschnitt – was ist besser?

Die beste Geburt unter gesundheitlichen Gesichtspunkten ist sicher die natürliche Geburt: also ohne Dammschnitt, ohne Zange oder Saugglocke und ohne Komplikationen.

So eine Bilderbuchgeburt, möglichst nach unbelasteter Schwangerschaft und mit plötzlichem Wehenbeginn, raschem, komplikationslosen Geburtsfortschritt, kurzer Pressphase und glücklichem Ende mit Geburt eines gesunden Kindes ist möglich, sei aber selten, argumentieren die Befürworter des Kaiserschnitts mit großzügig ausgelegter Indikation.

Weiterlesen: Natürliche Geburt oder Kaiserschnitt – was ist besser?

   

Ist der Kaiserschnitt sicherer als die natürliche Geburt?

Das kommt auf den individuellen Fall an. Insgesamt betrachtet, weist der Kaiserschnitt immer noch ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko im Vergleich zur natürlichen Geburt auf.

Weiterlesen: Ist der Kaiserschnitt sicherer als die natürliche Geburt?

   

Verhilft der Kaiserschnitt zur schmerzfreien Geburt?

Die Angst vor unerträglichen Schmerzen bei der natürlichen Geburt wird immer wieder angeführt, wenn es um die Gründe für einen geplanten (Wunsch-) Kaiserschnitt geht. Dabei sollten Sie berücksichtigen, dass die Sectio keinesfalls eine schmerzfreie Geburt darstellt.

Weiterlesen: Verhilft der Kaiserschnitt zur schmerzfreien Geburt?

   

Ist es schlimm, wenn ich die Geburt meines Kindes nicht bei vollem Bewusstsein miterlebe?

Nein, wirklich schlimm ist das nicht. Da das Geburtserlebnis etwas ganz Besonderes und häufig auch Einmaliges ist, wollen zwar die allermeisten Mütter natürlicherweise nicht darauf verzichten.

Weiterlesen: Ist es schlimm, wenn ich die Geburt meines Kindes nicht bei vollem Bewusstsein miterlebe?

   

Sind die vaginale Geburt und der Kaiserschnitt gleichwertige Entbindungswege?

Die Kaiserschnittzahlen sind seit Jahrzehnten im Ansteigen begriffen. Der enorme Zuwachs wird auch auf das Phänomen des „Wunschkaiserschnitts“ zurückgeführt. Mittlerweile stellt sich in der öffentlichen und fachwissenschaftlichen Diskussion sogar die Frage, ob die Schnittentbindung als ein der natürlichen Geburt gleichwertiger Entbindungsweg anzusehen ist.

Weiterlesen: Sind die vaginale Geburt und der Kaiserschnitt gleichwertige Entbindungswege?

   

Warum ist der Kaiserschnitt heute so sicher geworden?

Noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts lag die Müttersterblichkeit nach Kaiserschnitt mit zweistelligen Prozentraten extrem hoch. Die risikoreiche Operation war die letzte Option im Bemühen, das Leben von Mutter und/oder Kind zu retten.

Weiterlesen: Warum ist der Kaiserschnitt heute so sicher geworden?

   

Welche Komplikationen können bei einem Kaiserschnitt auftreten?

Der Kaiserschnitt wird mittlerweile jährlich über 200.000mal im Jahr in Deutschland durchgeführt und gilt als ein sehr sicherer Routineeingriff. Im Gegensatz zu den häufig unterschätzten körperlichen und seelischen Nachwirkungen kommen schwerwiegendere Komplikationen viel seltener vor.

Weiterlesen: Welche Komplikationen können bei einem Kaiserschnitt auftreten?

   

Welche Operationsrisiken bestehen bei einem Kaiserschnitt für die Mutter?

Der Kaiserschnitt zählt heute zu den häufigsten Operationen, die in Deutschland durchgeführt werden und hat sich mittlerweile als ein sehr sicheres Verfahren etabliert. Dennoch besteht auch bei ihm wie bei jedem größeren Eingriff prinzipiell die Gefahr von Operationsrisiken, Komplikationen und Nebenwirkungen.

Weiterlesen: Welche Operationsrisiken bestehen bei einem Kaiserschnitt für die Mutter?

   

Welche Risiken sind nach einem Kaiserschnitt bei einer Folgeschwangerschaft erhöht?

Wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt die Vorteile eines Kaiserschnitts gegenüber den Nachteilen abwägen, sollten Sie auch die möglichen Spätfolgen bedenken. Ein Kaiserschnitt erhöht das Risiko für folgende Ereignisse bei einer erneuten Schwangerschaft:

Weiterlesen: Welche Risiken sind nach einem Kaiserschnitt bei einer Folgeschwangerschaft erhöht?

   

Welche Risiken und Nachteile bestehen bei einem Kaiserschnitt für das Kind?

Zwar gehört die Sicherheit des Kindes zu den wichtigsten Gründen, weshalb sich werdende Mütter für einen Kaiserschnitt entscheiden, vor allem wenn die Entstehung und der Verlauf der Schwangerschaft von Schwierigkeiten geprägt waren. Dennoch hat natürlich auch die operative Entbindung nicht nur Vorteile für das Kind, sondern weist auch gewisse Risiken und Nachteile gegenüber der vaginalen Geburt auf.

Weiterlesen: Welche Risiken und Nachteile bestehen bei einem Kaiserschnitt für das Kind?

   

Ist ein Kaiserschnitt für mein Kind stressfrei?

Nein. Entgegen der landläufigen Meinung ist der Kaiserschnitt für ein Kind keineswegs stressfrei. Vielmehr muss man davon ausgehen, dass es auf diesen unnatürlichen Geburtsvorgang, bei dem fast alles gleichzeitig geschieht, genetisch nicht eingestellt ist.

Weiterlesen: Ist ein Kaiserschnitt für mein Kind stressfrei?

   

Welche Auswirkungen hat der Geburtsmodus auf die kindliche Darmflora?

Bevor Ihr Kind auf die Welt kommt, ist sein Verdauungstrakt normalerweise keimfrei. Wie sich seine Darmflora anschließend entwickelt, hängt maßgeblich von der Art der Geburt ab.

Weiterlesen: Welche Auswirkungen hat der Geburtsmodus auf die kindliche Darmflora?

   

Welche Vorteile hat ein Kaiserschnitt für die Klinik?

Die komplikationslose Schnittentbindung wird von den Krankenkassen deutlich besser bezahlt als eine Vaginalgeburt. Außerdem ist ein Kaiserschnitt, der in der Regel nach 60 Minuten abgeschlossen ist, aus Sicht der Klinik mit deutlich weniger zeitlichem und organisatorischem Aufwand verbunden. Wenn geschickt geplant wird, kann Wochenendarbeit vermieden werden.

Weiterlesen: Welche Vorteile hat ein Kaiserschnitt für die Klinik?

   

Welche rechtlichen Aspekte spielen beim Kaiserschnitt für die Klinik eine wichtige Rolle?

Die Zahl der Prozesse wegen nicht erfolgter geburtsmedizinischer Interventionen und daraus resultierender kindlicher Schädigungen ist gestiegen; die durchschnittlichen Schadenssummen belaufen sich auf etwa 100.000 € pro Fall. Diese Entwicklung begünstigt ein zunehmend defensives Vorgehen in der Geburtshilfe, das auch bei kleinsten Anzeichen eines pathologischen Verlaufs einen Kaiserschnitt als die vertretbarste Option erscheinen lässt.

Weiterlesen: Welche rechtlichen Aspekte spielen beim Kaiserschnitt für die Klinik eine wichtige Rolle?

   

Wann muss bei Behandlung mit Blutverdünnern per Kaiserschnitt entbunden werden?

Normalerweise können auch die meisten Frauen, die Blutverdünner einnehmen, auf natürliche Art und Weise entbinden. Ein Kaiserschnitt wird aber fast immer angeraten, wenn der Grund für die Gerinnungshemmer-Einnahme eine künstliche Herzklappe ist.

Weiterlesen: Wann muss bei Behandlung mit Blutverdünnern per Kaiserschnitt entbunden werden?

   

Stimmt es, dass es bei einem Kaiserschnitt zu einer Lungenembolie kommen kann?

Ja, das ist aber extrem unwahrscheinlich und sollte Ihnen keine Sorgen bereiten. Es handelt sich bei dieser sehr seltenen Komplikation um eine sogenannte Fruchtwasserembolie, also den Verschluss einer Lungenarterie durch fortgespültes Fruchtwasser.

Weiterlesen: Stimmt es, dass es bei einem Kaiserschnitt zu einer Lungenembolie kommen kann?

   
Anzeigen