Was ist ein Kaiserschnitt „nach Misgav-Ladach“?

Als Vorreiter des „sanften Kaiserschnitts“ etablierte der Arzt Dr. Michael Stark am Misgav-Ladach Hospital in Jerusalem eine moderne Operationstechnik, bei der weniger geschnitten und dafür mehr gedehnt und stumpf präpariert wird.

Unsere 10 wichtigsten Tipps zur Schwangerschaft

weiterlesen...

Für diese als Misgav-Ladach-Sectio bekannte und weit verbreitete Methode wurde eine Verkürzung der reinen Operationszeit (von der klassischen Dreiviertelstunde auf ca. 15-20 Minuten) und ein geringerer Verbrauch an Nahtmaterial nachgewiesen. Blutgefäße und Nervenbahnen werden geschont, Blutverluste, postoperative Komplikationen und Wundschmerzen sowie die stationäre Verweildauer können reduziert werden.

Die Operation beginnt mit einem querverlaufenden Bauchschnitt über der Schamhaargrenze. Die weiteren Gewebeschichten werden dann mit dem Skalpell nur vorsichtig eingeritzt und anschließend auseinandergezogen. Nach dem Herausholen des Kindes wird der Gebärmutterschnitt mit einer einreihigen Naht wieder verschlossen, sonst werden nur noch die Bauchfaszie und die Haut genäht. Der Verschluss von Bauchfell und Bauchmuskulatur bleibt dagegen der natürlichen Wundheilung überlassen.

In wissenschaftlichen Studien wurde bislang kein Nachteil dieser Technik beschrieben.

Anzeigen