Wie wird eine drohende Fehlgeburt diagnostiziert?

Wenn Sie Anzeichen für eine Fehlgeburt verspüren, kommt es darauf an, festzustellen, ob die Fehlgeburt lediglich droht (Abortus imminens), bereits ein unaufhaltsames Stadium erreicht hat (Abortus incipiens) oder schon teilweise (Abortus incompletus) oder gänzlich (Abortus completus) erfolgt ist.

Dazu untersucht Sie Ihr Frauenarzt zunächst gynäkologisch und prüft dabei vorsichtig die Beschaffenheit der Gebärmutter, den Öffnungszustand des Muttermunds und die Stärke der Blutung. Mittels Ultraschall werden die Größe des Kindes und sein Herzschlag untersucht, mit einer Blutuntersuchung wird die Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG bestimmt.

Ist die Schwangerschaft noch intakt, stellt der Arzt folgende Befunde fest:

  • Der Gebärmutterhalskanal ist noch geschlossen.
  • Größe und Konsistenz der Gebärmutter entsprechen dem Schwangerschaftsstadium.
  • Die Fruchtanlage ist in der Ultraschalluntersuchung sichtbar, eventuell auch ein begrenztes retroplazentares Hämatom (Bluterguss zwischen Mutterkuchen und Gebärmutterwand).
  • Eine Herzaktion des Kindes ist erkennbar (bei entsprechendem Entwicklungsstand).
  • Der HCG-Blutspiegel liegt im Normbereich.


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