Fehlgeburt: Ursachen & Häufigkeit

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt? Von welchen Faktoren hängt das ab? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Wie häufig kommt es zu einer Fehlgeburt?

Die Fehlgeburt steht als ein sehr häufiges Ereignis an der Spitze der Schwangerschaftskomplikationen. 10-15% aller per Ultraschall oder Hormontest festgestellter Schwangerschaften enden vorzeitig.

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Was sind die Ursachen für eine Fehlgeburt?

Fehlgeburten sind, insbesondere wenn sie wiederholt auftreten, für die Paare und vor allem für die Frauen sehr belastend. Die Ursachen können die Mutter (und auch den Vater), das Kind sowie äußere Einflüsse betreffen und folglich ganz unterschiedlicher Natur sein. Leider bleiben sie häufig im Dunkeln.

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Wann kommt es zu einer Fehlgeburt?

Bei etwa 85% aller Fehlgeburten handelt es sich um Frühaborte. Sie erfolgen meist sehr früh, nämlich in den ersten drei Schwangerschaftswochen, und sind vor allem durch Fehlbildungen des Kindes bedingt. Dabei spielen u.a. Chromosomenschäden eine wichtige Rolle.

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Ist eine Blutung in der 7. Woche ein Hinweis auf eine Fehlgeburt?

Normalerweise nicht, wenn es sich um eine leichte Blutung handelt, die auch von selbst wieder aufhört. Denn die kommt in der Frühschwangerschaft zum Zeitpunkt der eigentlichen Regelblutung (Menstruation) häufig vor.

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Was sind häufige Anzeichen einer Fehlgeburt?

Zu den typischen Symptomen einer Fehlgeburt gehören:

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Kommt es bei einer Fehlgeburt immer zu Blutungen?

Nein, es kann passieren, dass eine Fehlgeburt gar nicht bemerkt wird, sondern der Frauenarzt bei der nächsten Ultraschalluntersuchung entdeckt, dass die Frucht gar nicht mehr lebt. Da sich das abgestorbene Gewebe in der Gebärmutter infizieren könnte, wird es in der Regel bei einem Eingriff in Vollnarkose ausgeschabt, noch bevor es zum natürlichen Abstoßungsprozess mit einer Blutung kommt.

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Wie erkennt man eine drohende Fehlgeburt?

Die Mehrzahl der Fehlgeburten geschieht unbemerkt von der Schwangeren in einer Frühphase der Gravidität. Häufig ist sich die Frau dabei ihrer Schwangerschaft noch nicht einmal bewusst, eventuell stellt sie eine „Unregelmäßigkeit“ im Menstruationszyklus oder eine „verstärkte Regelblutung“ fest.

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Wie wird eine drohende Fehlgeburt diagnostiziert?

Wenn Sie Anzeichen für eine Fehlgeburt verspüren, kommt es darauf an, festzustellen, ob die Fehlgeburt lediglich droht (Abortus imminens), bereits ein unaufhaltsames Stadium erreicht hat (Abortus incipiens) oder schon teilweise (Abortus incompletus) oder gänzlich (Abortus completus) erfolgt ist.

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Ist eine drohende Fehlgeburt noch zu verhindern?

Ja, glücklicherweise handelt es sich um einen grundsätzlich rückbildungsfähigen Prozess. In den meisten Fällen (85-90%) hört die Blutung nach einigen Tagen wieder auf und die Schwangerschaft kann in der Regel erfolgreich ausgetragen werden.

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Was hat der TSH-Wert mit dem Fehlgeburtsrisiko zu tun?

Die oft symptomlos verlaufende Unterfunktion der Schilddrüse gehört zu den bekannten Ursachen einer Fehlgeburt. Sie kann anhand einer erhöhten Konzentration des schilddrüsenstimulierenden Hormons (TSH) im Blut erkannt werden.

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Fehlgeburt: Welche Rolle spielen die Gerinnungsfaktoren?

Das ist eine komplizierte Frage. Das heißt, die Frage ist gar nicht so kompliziert, aber man kann sie kaum beantworten, ohne mit Fachbegriffen um sich zu schmeißen. Wir versuchen es mal. Es geht um den sogenannten PAI-1-Polymorphismus.

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Was ist die häufigste Schwangerschaftskomplikation?

Die mit Abstand häufigste Komplikation während einer Schwangerschaft ist die Fehlgeburt. 10-15% aller Schwangerschaften enden, überwiegend im ersten Schwangerschaftsdrittel, mit einem bewusst erlittenen Abort.

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Spielt auch das Alter des Mannes beim Risiko für eine Fehlgeburt eine Rolle?

Ja, wissenschaftlichen Studien zufolge steigt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt nicht nur mit dem Alter der Mutter, sondern auch mit dem des Vaters. Von einer Erhöhung um ein Drittel bis zur Verdopplung des Risikos (16,7% bei 30- bis 34-Jährigen auf 33% bei über 40-Jährigen) ist die Rede.

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Wie lässt sich eine drohende Fehlgeburt noch vermeiden?

Blutungen und krampfartige Schmerzen in den ersten 20 Schwangerschaftswochen deuten auf eine drohende Fehlgeburt (Abortus imminens) hin. Die tradierte und einleuchtende Empfehlung lautet dann: konsequente Bettruhe und körperliche Schonung!

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