Fehlgeburt: Muss das Kind bestattet werden?

Die Bestattungspflicht ist unabhängig von der Meldepflicht und in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Als Grenzwert gilt üblicherweise ein Mindestgeburtsgewicht des verstorbenen Kindes von 500 g, in manchen Bundesländern auch 1.000 g.

Dennoch kann Ihnen die Bestattungszeremonie auch dann bei der Verlustbewältigung und Aufarbeitung der seelischen Belastung helfen, wenn Ihr Kind weniger wog als das gesetzlich definierte Grenzgewicht. Alternativ ist in diesem Fall aber auch eine kostenlose Bestattung durch die Klinik möglich.

Sie haben als Eltern in jedem Fall das Recht, Ihr verstorbenes Kind nach einer Fehlgeburt übergeben zu bekommen – auch wenn es noch so klein ist –, um es selbst zu bestatten. Dies kann auch ohne ein Bestattungsunternehmen geschehen, dafür eventuell mit geistlich-seelsorgerischer Begleitung oder mit einem persönlichen Ritual.

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