Nach einer Fehlgeburt: Was soll ich tun?

Der Verlust einer Schwangerschaft stellt für viele Paare eine traumatische Erfahrung dar. Nehmen Sie sich nach einer Fehlgeburt unbedingt Zeit, um sich davon nicht nur körperlich, sondern auch seelisch zu erholen.

Suchen Sie familiären und freundschaftlichen Beistand und nehmen Sie ggf. professionelle psychologische Hilfe oder Angebote der Selbsthilfe in Anspruch. Auch in Internetforen und Chatrooms können Sie Trost und Anregungen finden.

Trauern Sie bewusst (gemeinsam mit Ihrem Partner) und richten Sie dann den Blick wieder nach vorne, über das reine „Funktionieren“ im Alltag hinaus. Machen Sie sich auch klar, dass eine Fehlgeburt die häufigste Schwangerschaftskomplikation ist und sehr oft vorkommt, Sie also diesen Schicksalsschlag zumindest mit vielen anderen Menschen teilen.

Auf ein Neues

Dass darüber so wenig geredet wird, macht es – ähnlich wie bei anderen Tabuthemen auch – den Betroffenen sicher nicht leichter. Eine Fehlgeburt ist kein Makel, für den Sie sich zu schämen bräuchten. Es handelt sich auch nicht um ein Versagen Ihres Körpers, für das Sie sich rechtfertigen müssten – weder vor sich selbst, noch vor Ihrem nicht ins Leben gekommenen Kind oder vor irgendjemand anderem.

Auch wenn es Ihnen im Moment schwerfallen mag, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken: Es gibt keinen Grund, den eigenen Kinderwunsch in Frage zu stellen und einer erneuten Schwangerschaft mit Ängsten zu begegnen.

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
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