Protein: Schutz vor Fehlgeburten

Eine drohende Fehlgeburt lässt sich möglicherweise anhand einer Blutuntersuchung vorhersagen - und damit vielleicht verhindern. Australische Gynäkologen haben entdeckt, dass bei Frauen, die eine Fehlgeburt erleiden, schon Wochen vorher der Gehalt eines bestimmten Proteins in der Plazenta sinkt. Dessen Name: MIC-1.

MIC-1 steht für "Macrophage Inhibitory Cytokine 1". Dieses Eiweiß steht schon länger im Fokus der Wissenschaftler, nicht nur im Zusammenhang mit Schwangerschaften, sondern auch mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ist es in zu geringer Menge vorhanden, scheint Gefahr zu bestehen. In der australischen Studie hatten von 300 Schwangeren mit drohender Fehlgeburt im Schnitt diejenigen deutlich niedrigere MIC1-Spiegel, bei denen es in der Folge tatsächlich zu einer Fehlgeburt kam.

Wichtig ist diese Entdeckung vor allem für die Vorbeugung. Denn würden sich die Ergebnisse bestätigen, könnte nach Ansicht der Wissenschaftler gezielt ein MIC1-Ersatzstoff als Medikament entwickelt werden.

WANC 27.04.04/idw

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