Warum senkt eine kontinuierliche Hebammenbetreuung die Wahrscheinlichkeit für einen Kaiserschnitt?

Eine nur wenige Jahre zurückliegende Untersuchung hat gezeigt, dass eine kontinuierliche Hebammenbetreuung unter der Geburt das Risiko für die Mutter senkt, ihr Kind per Kaiserschnitt auf die Welt zu bringen. Außerdem wird die Zufriedenheit der Gebärenden mit dem Geburtsverlauf gesteigert.

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Zwar ist die Wait­-and-see-Strategie ein wichtiger Bestandteil des medizinischen Behandlungsrepertoires. Dennoch ist die ärztliche Ausbildung in erster Linie auf „Handeln“ ausgerichtet. „Abwarten“ wird dagegen kaum gelehrt und nicht belohnt. Das kann sich in der Geburtsmedizin gelegentlich rächen, wenn die Überbetonung potenzieller Risikosituationen, die  Angst vor Regress-Ansprüchen und möglicherweise auch Ungeduld zu unangebrachtem Aktionismus führen. Dann mag sich auch bei einem an sich unkomplizierten, aber vielleicht etwas verzögerten (protrahierten) Geburtsverlauf eine Maßnahmenspirale entwickeln, die schließlich in einen operativen Eingriff mündet.

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