Schwangerschaft: Wie groß ist das Risiko für Fehlbildungen oder Behinderungen?

Das allgemeine Fehlbildungsrisiko in der Schwangerschaft wird – auch international – auf insgesamt 2-5% geschätzt. Dabei sind kleinere Fehlbildungen nicht berücksichtigt. Wirklich schwerwiegende Krankheiten sind glücklicherweise erheblich seltener.

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Häufigkeit schwerer Fehlbildungen:

  • Down-Syndrom („Mongolismus“, körperliche und geistige Behinderung) (0,15%)
  • Phenylketonurie (körperliche und geistige Behinderung) (0,01%)
  • Mukoviszidose (Verschleimung der Atmungsorgane) (0,05%)
  • Zwergwuchs (keine genauen Angaben, sehr selten)
  • Blindheit, Taubheit (0,1%)
  • Hämophilie (Bluterkrankheit) (ca. 0,005%)
  • offener Rücken (Spina bifida) (0,1%)
  • Lippen-, Kiefern- und Gaumenspalten (0,1%)
  • Muskelathropien (Muskelschwund) (0,02%)
  • Chorea Huntington (Veitstanz) (0,01%)

Ursachen bleiben oft unklar

Ist innerhalb der Familie eine derartige Krankheit aufgetreten, besteht für die Angehörigen – abgesehen von wenigen Ausnahmen (z.B. Down-Syndrom) – ein erhöhtes Risiko, diese Krankheiten zu vererben.

Für die Mehrzahl der Fehlbildungen konnten bis heute keine ursächlichen Faktoren ermittelt werden. Nur bei etwa 5% liegen Chromosomenveränderungen vor. Bei weiteren 20% deuten die Befunde auf das Zusammenwirken verschiedener Ursachen hin.

Noch vor gar nicht langer Zeit führte ein solches potenzielles Vererbungsrisiko mangels Vorhersagemöglichkeit häufig zum bewussten Verzicht auf eine Schwangerschaft trotz Kinderwunsch. Heute stehen dagegen dank dem medizinisch-technischen Fortschritt einige diagnostische Maßnahmen zum Ausschluss bestimmter (wenn auch nicht aller!) Krankheiten zur Verfügung.

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