Erste Hilfe beim Kind: Was tun bei Vergiftung?

Wenn sich Ihr Kind vergiftet hat oder ein dringender, begründeter Verdacht dazu besteht, ist das allerwichtigste bei ausgeprägten Symptomen der sofortige Ruf des Rettungsdienstes. Außerdem (und in harmloseren Fällen) sind folgende Maßnahmen ratsam:

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  • Erbrechen lassen: Stecken Sie Ihrem Kind den Finger in den Hals, um den Würgereflex und damit Erbrechen auszulösen.
  • Lassen Sie Ihr Kind nichts trinken! Ausnahme: bei Anwendung des Ipecacuanha-Sirups.
  • Ipecacuanha-Sirup (rezeptpflichtig): 4 Teelöffel bei Kindern bis zu zwei Jahren, 6 Teelöffel bei älteren Kindern. Lassen Sie Ihr Kind vorher (ausnahmsweise!) möglichst viel Saft trinken, der spätestens nach 30 Minuten wieder erbrochen wird.
  • Kohle: Geben Sie Ihrem Kind eventuell Kohlekompretten, nachdem es erbrochen hat. Sie binden die giftigen Substanzen an sich und reduzieren so die Giftaufnahme durch den Körper.
  • Lösen Sie kein Erbrechen aus, wenn Ihr Kind bewusstlos ist oder wenn es Benzin oder Lösungsmittel getrunken hat!
  • Wenn Sie wissen, was (und wie viel und wann) Ihr Kind geschluckt hat, fragen Sie beim Arzt oder einer Giftzentrale nach, wie gefährlich das Gift ist und ob Ihr Kind zur Magenspülung oder Beobachtung ins Krankenhaus muss.
  • Halten Sie die relevanten Notrufnummern (inklusive der regionalen Gibftnotrufzentrale) immer in Griffnähe beim Telefon bereit.


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