Was kann ich für mein hustendes Kind tun? Welche Hausmittel helfen?

Husten unterstützt die Atemwege bei ihrer Selbstreinigung und ist somit keine Krankheit, sondern ein Symptom. Um die Ursache behandeln und heilen zu können, ist es deshalb wichtig, herauszufinden, woher der Husten kommt. Es empfiehlt sich, den Husten vom Kinderarzt abklären zu lassen.

Auf jeden Fall tun Sie Ihrem Kind mit folgenden Maßnahmen etwas Gutes:

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  • Sorgen Sie für eine gute Luftqualität:
    • kein Rauchen in der Umgebung von Kindern!
    • ausreichende Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer bzw. in der Wohnung, z.B. durch Aufstellen eines Wäscheständers mit feuchter Wäsche oder eines Topfes mit heißem Wasser oder durch feuchte Handtücher über der Heizung. (Elektrische Luftbefeuchter sind als potenzielle Keimschleudern weniger geeignet.)
    • häufiges Lüften
    • Raumtemperatur 18-20 °Celsius (maximal)
  • Gehen Sie mit Ihrem (ggf. warm eingepackten!) Kind viel an die frische Luft. Neben viel frischer Luft ist auch ausreichender Schlaf wichtig (ggf. in Kombination).
  • Sorgen Sie für gute, reichliche und warme Flüssigkeitszufuhr, um die Atemwege feucht zu halten und das Abhusten zu erleichtern.
  • Hustentees: z.B. mit Anis, Thymian, Primelwurzel, Lindenblüten, Süßholzwurzel.
  • Für den Speiseplan: Suppen, Kompotts und Eintöpfe.
  • Die Schleimlösung können Sie durch direkte Befeuchtung der Atemwege unterstützen, indem Sie Ihr Kind mit isotonischer Kochsalzlösung (0,9%ig, aus der Apotheke) inhalieren lassen: 3- bis 4-mal täglich 2-5 ml. Bei Bedarf mit kompressorbetriebenem Inhalationsgerät (z.B. Pariboy; ggf. aus der Apotheke ausleihbar).
  • Hilfreich sind auch warme Brustwickel (z.B. mit Quark), bei Säuglingen eignen sich Kirschkernkissen oder Bienenwachsauflagen.
  • Zu den bewährten Hausmitteln zählen auch Rezepturen wie der Rettich-Honig-Saft oder der Zwiebel-Zucker-Sirup.
  • Sie können Ihrem Kind pflanzliche schleimlösende Extrakte (z.B. auf Efeubasis) kurzfristig auch ohne ärztliche Anweisung geben.
  • Hustendämpfende Säfte sollten vom Arzt verschrieben bzw. empfohlen werden, wenn die Unterdrückung des Hustenreizes tatsächlich angebracht erscheint. Als Nebenwirkung kann gelegentlich auch der Atemantrieb gedämpft werden.

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