Was kann ich für mein Kind mit Erkältung tun?

Eine Erkältung kann nicht von außen geheilt werden, das macht der Körper Ihres Kindes selbst. Sie können aber die Rahmenbedingungen für diesen Heilungsprozess bestmöglich gestalten und für eine Linderung der oft lästigen Erkältungsbeschwerden sorgen. Dabei sollen Ihnen die folgenden Tipps helfen:

Unsere 10 wichtigsten Tipps für eine gesunde Kindheit

weiterlesen...

  • Schonung:

    Viel Ruhe und Schlaf sind wichtig. Sport, Herumtoben und Anstrengungen jeglicher Art (inklusive Multimedia-Konsum) vermeiden bzw. einschränken, auch wenn das Krankheitsgefühl nicht besonders stark ausgeprägt ist.
  • Flüssigkeit:

    Kräuter- oder Früchtetees (z.B. Hagebutten) , je nach Individualrezept z.B. mit Honig und (frisch gepresstem) Zitronensaft; heißer Holunderbeersaft oder Zitronentrunk; frisch gepresster Orangensaft; bei Fieber: Tee aus Linden- oder Holunderblüten.
  • Dampfbäder und Inhalationen:

    mit Kochsalz und Kamillenblüten. Erleichtert u.a. die Schleimlösung.
  • Einreiben:

    oft hilfreich und lindernd; erst ab 6. Lebensmonat empfohlen (keine eukalyptos-, kampfer- oder mentholhaltigen Mittel bei Babys und Kleinkindern!) bzw. nur mit unbedenklichen Substanzen; alternativ: angewärmte Stoffwindel oder Bienenwachsauflage.
  • Gurgeln

    : z.B. mit Salzwasser oder Salbeitee. Desinfiziert und hilft gegen Halsschmerzen.
  • Zwiebelsaft

    /-sirup zum Einnehmen, Majoranbutter zum Verstreichen auf der Oberlippe.
  • Nasentropfen/-spray

    : kurzfristige Maßnahme für erleichterte Atmung durch Abschwellen der Nasenschleimhaut. Spezielle Nasentropfen für die empfindliche Säuglingsschleimhaut erforderlich. Erhältlich in der Apotheke oder in Selbstherstellung.
  • Frischluft:

    Kinder- bzw. Schlafzimmer ausreichend lüften. Kein (schleimhautreizendes und auch sonst ungesundes) Rauchen in der Umgebung von Kindern! Mit dem (warm eingepackten) Baby bzw. Kind an die frische Luft, wenn möglich.
  • Luftfeuchtigkeit:

    Luftbefeuchter, feuchte Tücher über der Heizung, Topf mit heißem Wasser oder Wäscheständer im Kinderzimmer. Feuchthalten der Atemwege lindert Kratzen im Hals und erleichtert die Schleimlösung.
  • Vitamine & Mineralien

    : ausgewogene Ernährung mit hohem Flüssigkeits- und Vitamingehalt – wenn Ihr Kind (wieder) essen mag; Vitamin C, z.B. als Zitronensaft, Frischobst oder in Pulver- bzw. Tablettenform; ggf. Zinktabletten.
  • Lutschtabletten

  • Stimme schonen

  • Hustensaft:

    z.B. mit Thymian- oder Efeu-Extrakten; Schleimlöser selten wirklich sinnvoll,  Hustenblocker nur ausnahmsweise bei dringendem Bedarf (z.B. bei quälendem Reizhusten oder gestörtem Schlaf), nie Schleimlöser und Hustenblocker zusammen!
  • ansonsten:

    „Zuwarten“, Vertrauen auf die Selbstheilungskräfte Ihres (ansonsten gesunden) Kindes. Bei Verschlimmerung, zusätzlichen Symptomen oder ungewöhnlicher Dauer zum Kinderarzt!
  • Achtung:

    keine kampfer- oder mentholhaltigen Salben bzw. Mittel zum Einreiben oder Inhalieren bei Säuglingen und Kleinkindern und keine ätherischen Öle im Gesicht von Säuglingen wegen der Gefahr von akuter Atemnot bis hin zum Atemstillstand!

Ansteckungsgefahr mindern

Außerdem sollten Sie für die Einhaltung sinnvoller Hygienemaßnahmen für Ihr Kind und die gefährdeten Familienmitglieder bzw. Kontaktpersonen sorgen:

  • Gebrauchte Papiertaschentücher als (Re-) Infektionsquelle entsorgen.
  • Taschentuch (ggf. Hand) vor Mund und Nase beim Husten und Niesen!
  • Anschließendes und auch sonst häufiges Händewaschen unterbindet die Virenverbreitung.

Autor:

Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier:
Erkältung bei Kindern: Ursachen, Vorbeugung, Behandlung

Anzeigen