Schnupfen bei Kindern: Wie bekommt man die Nase frei?

Mit dem Schnäuzen von Kindern ist das so eine Sache. Entweder sie können nicht oder sie wollen nicht. Säuglinge und Kleinkinder sind rein anatomisch noch nicht so weit, die Nase aktiv freizublasen. Und später mag es körperlich gehen, aber so richtig Lust auf gründliches Ausschnupfen hat kaum ein Kind.

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Wie bekommt man also die Nase der Kleinen frei, wenn sie wieder mal einen Schnupfen haben? Oft gar nicht, lautet die Antwort. Zumindest nicht komplett. Aber bei starkem Schnupfen lohnt es dennoch, mit ein paar Tricks zu versuchen, die Nase so gut es geht freizubekommen. Denn so ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass aus dem Schnupfen eine Mittelohrentzündung wird, was im Kindesalter schnell mal passiert.

Kinder-Nasentropfen nicht länger als eine Woche

Bei den ganz Kleinen sollten Sie das Schnupfensekret regelmäßig mit einem weichen Tuch aus der Nasenöffnung entfernen. Das weiche Tuch ist wichtig, um die oft ohnehin schon gereizte Haut nicht noch mehr zu strapazieren.

Bei sehr starkem Schnupfen kann man auch mit Nasentropfen versuchen, die Nase vom Sekret zu befreien. Entweder, man benutzt dafür Kochsalzlösungen für die Kindernase (gibt es in der Apotheke) oder die klassischen Nasentropfen mit abschwellenden Substanzen, dann allerdings unbedingt in Form der speziellen Kinder-Präparate. Die Nasentropfen für Erwachsene können bei Säuglingen und Kleinkindern bei zu hoher Dosierung richtig gefährlich werden. Und auch die Kindertropfen sollten Sie nie länger als eine Woche benutzen, sonst kann die Nasenschleimhaut geschädigt werden.

Alternativ zu den Tropfen kann man es bei kleinen Kindern auch mit einem Kinder-Nasensauger probieren. Aber gehen Sie behutsam damit um, um Ihr Kleines nicht zu verletzen.

Schnäuzen, aber nicht zu kräftig

Werden die Kinder älter, können sie irgendwann auch selber schnäuzen. Meist ist das mit 3-4 Jahren der Fall.  Allerdings tun sie das selten enthusiastisch und noch seltener richtig. Deswegen sollten Sie das mit Ihren Kleinen üben. Am besten ist, die Kinder schnäuzen dabei immer nur eine Seite. Also ein Nasenloch zuhalten, Mund schließen (das ist wichtig, damit nichts in die Ohren gelangt) und dann schnäuzen. Die Devise heißt: möglichst lange, aber nicht zu kräftig. Denn zu starkes Schnäuzen presst das Schnupfensekret in die Nasennebenhöhlen und Ohrgänge und fördert bei den Kleinen eine Mittelohrentzündung.

Die wunde Haut rund um die Nase können Sie übrigens am besten mit ein wenig Vaseline schützen.

Hände waschen und Papiertaschentücher in den Müll

Da sich ein Kinderschnupfen mit Vorliebe auch auf Eltern und Geschwister stürzt, lohnt es sich unbedingt, die kleinen Tipps zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr zu beachten. Dabei gilt als allererstes: regelmäßig die Hände waschen. Vor allem, wenn Sie gerade an der Nase Ihrer Kleinen zugange waren. Denn Schnupfenviren benutzen als Transporter von einem Menschen zum anderen liebend gern die Hände. Außerdem sollten Sie gebrauchte Taschentücher möglichst komplett entsorgen. Also entweder in einen Mülleimer mit Deckel oder gleich ganz raus.

Übrigens: Gerade in der Schnupfenzeit ist frische Luft ein Gesundbrunnen.

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Letzte Aktualisierung: August 2012

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