Warum kann mein Kind nicht einschlafen?

Einschlafstörungen sind nichts Ungwöhnliches, fast alle Kinder bekommen sie irgendwann einmal. Im 3. bis 4. Lebensjahr kann es zu Problemen kommen, wenn die Kinder ein Bewusstsein als individuelle Persönlichkeit und damit auch – ganz normale – Trennungsängste gegenüber ihren Eltern entwickeln. Insbesondere bei Einzelkindern stellt sich leicht ein Gefühl des Abgeschobenseins ein, wenn sie abends ins Bett geschickt werden.

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Häufiger treten Störungen bei Kindern ab 6 Jahren auf. Diese gehen zwar meist ohne Probleme ins Bett, werden dann aber mit verschiedenen Einschlafhürden konfrontiert, z.B.

  • furchterregende Dunkelheit ihrer Schlafumgebung
  • Aufgewühltsein durch aufregende Tagesereignisse, (ungeeigneten) Medienkonsum oder hohe Aktivität vor dem Schlafengehen (Überdrehtheit)
  • Vorfreude auf bevorstehende Ereignisse
  • ängstliche Unruhe aufgrund von Konflikten oder ungelösten Alltagssorgen.

Auch eine fremde Umgebung verhindert häufig ein problemloses Einschlafen. Zudem kann es sein, dass Ihr Kind einfach noch nicht müde ist! Kinder schlafen erst ein, wenn sie vom Schlaf überwältigt werden – im Unterschied zu den (nicht selten chronisch übermüdeten) Erwachsenen, die gerne mal auch auf Kommando bzw. willentlich wegschlummern können.

Sind Cola & Co die Ursache?

Wenn Ihr Kind scheinbar grundlos nicht einschlafen kann, sollten Sie sicherstellen, dass es keine koffeinhaltigen Genussmittel zu sich nimmt. Dazu zählen abgesehen vom Kaffee und neben der Cola auch Schwarztee, Grüner Tee und die meisten Eistees sowie Schokolade, ferner Energy-Drinks und andere (Erwachsenen-) Getränke.

Auch im Kakao ist Koffein enthalten, aber nur in geringer Menge. 3 Dosen Cola oder 3 Schokoriegel sind dagegen in ihrem Koffeingehalt (ca. 200 mg) etwa mit 2 Tassen Kaffee zu vergleichen. Bei einem 30 kg schweren Kind bedeutet das eine Dosis von 7 mg / kg Körpergewicht, und die kann ausreichen, um Nervosität und Schlafstörungen auszulösen.

Auch wenn Ihr Kind nicht unter diesen Symptomen leidet, sollte es auf koffeinhaltige Getränke, abgesehen von eventuellen Ausnahmen, lieber grundsätzlich verzichten. Bei der Cola schon allein des hohen Zuckergehalts wegen.

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