Was sind typische Ursachen für einen gestörten Nachtschlaf (bei einem Baby oder Kleinkind)?

Später können die Kinder ja oft recht gut selbst einschätzen (und auch in Sprache fassen), warum sie nicht schlafen können oder aufgewacht sind. Aber bei Babys und Kleinkindern kann es mitunter richtig schwierig sein, die Ursache herauszufinden.

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Bei einmaligen Vorfällen ohne weitere Krankheitsanzeichen hat eine unruhige Nacht aber oft keine ernsteren Ursachen und entsteht z.B. einfach nur durch schlechte Träume.

Die Macht der Rituale

Die häufigste Ursache für Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen im Kleinkindalter sind ungünstige Schlafgewohnheiten und Einschlafhilfen. Wenn sich Ihr Kind daran gewöhnt hat, zum Einschlafen herumgetragen zu werden, an Ihren Haaren zu zupfen oder Ihre Hand zu halten, fällt es ihm das selbständige Ein- und Durchschlafen möglicherweise schwer, wenn Sie die „Sonderbehandlung“ nicht mehr fortführen können oder wollen.

Manchmal schleichen sich solche auf Dauer ungünstigen Verhaltensweisen auch in Ausnahmesituation ein. Etwa im Urlaub oder während einer Krankheit, wenn Ihr Kind besonders viel Nähe und Zuwendung benötigt und ihm die Rückkehr zur Normalität Schwierigkeiten bereitet. Machen Sie Ihrem Kind dann liebevoll und geduldig, aber unmissverständlich klar, dass eine Änderung seiner Einschlafgewohnheiten erforderlich ist und Sie das zusammen bewerkstelligen werden. Dabei kann eine erste Maßnahme in der gemeinsamen Suche nach einem (neuen) „Einschlafhelfer“ bestehen, etwa einem dafür extra auserkorenen Kuscheltier oder einer Schmusedecke.

Oder doch körperliche Ursachen?

Wenn aber die Schlafunterbrechung nicht durch die üblichen einfachen Maßnahmen (wie „Umbettung“, Licht an im Flur, Glas Wasser etc.) behoben werden kann, stecken nicht selten Schmerzen oder eine akute Krankheit dahinter. Häufige Ursachen sind:

  • Bauchkoliken (v.a. im ersten halben Jahr)
  • "Ein Zahn kommt"
  • wunder Po
  • Fieber und grippale Infekte (v.a. mit Atemwegsbeschwerden)
  • eine Mittelohrentzündung, die sich ganz plötzlich in der Nacht entwickeln kann

Wenn sich Schlafstörungen bei Ihrem Kleinen zu einem regelmäßigeren Geschehen entwickeln, dann sprechen Sie aber bitte lieber mit dem Kinderarzt oder der Kinderärztin darüber, um die Ursache herauszufinden und zu beheben. Denn gerade für Kinder ist Schlafmangel eine richtig spürbare Belastung am nächsten Tag. Und denken Sie immer daran: Ein gleichmäßiger Schlafrhythmus (Zubettgehzeiten, Aufstehzeiten) ist Gold wert. Nicht selten liegt hier auch der Grund für Schlafprobleme.

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