Wie wird eine Analfissur behandelt?

Eine akute Analfissur heilt in den meisten Fällen innerhalb von 2 bis 4 Wochen von selbst aus. Trotzdem empfiehlt es sich, den Heilungsvorgang durch geeignete Maßnahmen zu unterstützen und zu beschleunigen, um Ihrem Kind bestmöglich zur Linderung seiner Beschwerden zu verhelfen.

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Achten sollten Sie dabei vor allem auf

  • eine verstärkte, aber nicht übertriebene Hygiene im Afterbereich und
  • eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen, Ballasstoffen und reichlicher Flüssigkeitszufuhr.

Tipps für die Nachbehandlung zuhause

Duschen Sie die Analregion Ihres Kindes nach dem Stuhlgang mit lauwarmem Wasser ohne Zusätze aus. Dadurch vermindert sich die Anzahl von Stuhlkeimen, die sich in der Fissur festsetzen. Sitzbäder werden empfohlen, Zusätze (z.B. Kamille) sind allerdings wegen der Allergiegefahr umstritten. Vorsicht ist aus diesem Grund auch bei feuchtem Toilettenpapier geboten.

Die nötige Stuhlregulierung erfolgt insbesondere durch Ballaststoffe, die u.a. in Hülsenfrüchten und Getreide (z.B. Weizenkleie) zu finden sind. Ziel ist es, einen geformten, nicht zu harten Stuhlgang bei Ihrem Kind zu erreichen, der zu einer sanften Dehnung des Schließmuskels beim Stuhlgang führt und sich günstig auf dessen Spannunsgzustand (Sphinktertonus) auswirkt.

Liegt eine Grunderkrankung vor, muss natürlich auch diese behandelt werden. Bei chronischen Analfissuren ist ein Arztbesuch zur genauen Abklärung der Ursachen und etwaiger Komplikationen erforderlich. Der Arzt kann eine geeignete Salbe verschreiben (z.B. Rektogesic-Salbe). Eine operative Behandlung (Fissurektomie) ist meist nicht nötig.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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