Bettnässen: Grundlagen und Ursachen

Wie häufig kommt Bettnässen bei Kindern vor?

Beim Bettnässen (medizinisch: Enuresis) handelt es sich um eine der häufigsten Störungen im Kindesalter. Rund 20% der 5-Jährigen machen zumindest zeitweise nachts in ihr Bett. Bei den 6-Jährigen sind es noch 10%, bei den 7-Jährigen 5-7%.

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Was ist eine Enuresis nocturna?

Enuresis ist der medizinische Fachbegriff für das unwillkürliche Einnässen. Wenn das beim Kind überwiegend nachts passiert, spricht man von Enuresis nocturna. Wie Sie in den anderen Fragen zu diesem Thema nachlesen können, ist das Phänomen in den allermeisten Fällen vorübergehend und harmlos.

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Welche Ursachen kann Bettnässen haben?

Die möglichen Ursachen von Bettnässen sind extrem vielfältig und reichen je nach Ausprägung von genetischer Veranlagung über eine Unreife des Zentralnervensystems (ZNS) und hormonelle Störungen bis hin zu körperlichen und seelischen Auslösern. In den allermeisten Fällen aber verschwindet das Problem von allein wieder.

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Warum ist es so wichtig, ob das Kind vor dem Einnässen schon mal dauerhaft trocken war?

Ärzte unterscheiden zwischen primärem und sekundärem Einnässen (medizinisch: Enuresis). Bei der primären Enuresis ist das Kind zuvor noch nie dauerhaft trocken gewesen. Dagegen ging der sekundären Enuresis definitonsgemäß eine über 6-monatige Trockenphase voraus, was in verständlicherem Deutsch auch als Wiedereinnässen bezeichnet wird.

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Auf welche Weise können seelische Belastungen zum Bettnässen führen?

Der Erwerb der Blasenkontrolle ist ein Lern- und Reifungsprozess, an dem sowohl körperliche als auch psychische Vorgänge beteiligt sind. Wird die natürliche Entwicklung durch äußere Faktoren gestört, kann dies ein Auslöser des Bettnässens sein.

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Ist Bettnässen immer ein Zeichen für seelische Probleme?

Nein, dieser Mythos ist zwar immer noch verbreitet, aber trotzdem nicht zutreffend. Bettnässen kann viele Ursachen haben. Die häufigste Form, das nächtliche Einnässen ohne vorheriges Trockensein, gilt heute vor allem als eine unkomplizierte Entwicklungsverzögerung.

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Kann Bettnässen vererbt werden?

Ja, auch wenn es zunächst ein wenig merkwürdig klingt. Wenn beide Eltern Probleme mit dem Trockenwerden hatten, beträgt die Wahrscheinlichkeit für Bettnässen bei ihrem Kind fast 80%. Trifft dieser Umstand nur auf ein Elternteil zu, halbiert sich diese Wahrscheinlichkeit nahezu.

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Welche Rolle spielt das Hormon ADH beim Bettnässen?

Von dem Hormon ADH hört man normalerweise nicht so oft. Beim Bettnässen kann es aber tatsächlich eine Rolle spielen. Das auch als Vasopressin bezeichnete antidiuretische Hormon (ADH) scheint eine wichtige Rolle bei der primären Enuresis nocturna zu spielen. Damit ist die Form des Bettnässens gemeint, bei der es gar nicht erst zu einer dauerhaften Trockenphase kommt, das kleine Problem also von vornherein auftaucht.

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