Wie können Eltern ihrem Kind mit ADHS im Alltag helfen?

In erster Linie können Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes stärken, indem Sie verständnisvoll und liebevoll mit ihm umgehen. Dazu zählt auch ein gefühlvoller und bestärkender Körperkontakt.

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Liebe und Vertrauen sind Teil der Therapie

Nehmen Sie Ihr Kind öfter in die Arme. Aber keinesfalls mit einer Geisteshaltung und Worten wie: „Das kannst Du eben nicht, weil Du krank bist“! Das Gegenteil muss die Devise sein: Motivieren Sie Ihr Kind dazu, das aus sich herauszuholen, wozu es in der Lage ist. Dies gelingt, wenn Sie bei jedem Misserfolg betonen, dass Sie die Bemühungen Ihres Kindes genau erkannt haben und wertschätzen, diese aber noch nicht ausreichen.

Die für die allermeisten Eltern (unabhängig davon, ob ADHS eine Rolle spielt oder nicht) äußerst schwere, aber umso lohnendere Aufgabe lautet: Fordern Sie von Ihrem Kind freundlich und wohlwollend konsequent das Notwendige ein und nehmen Sie dabei den (durchaus natürlichen) Missmut Ihres Kindes an, ohne ihm zu widersprechen oder sich rechtzufertigen! Damit ist auf Dauer allen geholfen.

Können Kinder mit ADHS einen „normalen“ Kindergarten oder eine „normale“ Schule besuchen?

Normalerweise ja. Im Rahmen der derzeit laufenden Bemühungen um Integration der betroffenen Kinder kommt es ohnehin zum Abschmelzen separater Betreuungsangebote. Suchen Sie gemeinsam mit den Betreuern im Kindergarten oder in der Schule – und bei ausgeprägten Teilleistungsstörungen auch unter Hinzuziehung von Arzt und Therapeuten – nach sinnvollen Lösungen für eventuell auftretende Probleme. Möglicherweise fällt Ihrem Kind die Eingliederung in einen Kindergarten mit kleinen Gruppen bzw. in einer Schule mit kleinen Klassen leichter.

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