Was ist über die langfristigen Folgen des Ritalin-Gebrauchs bekannt?

Bislang wenig. Von Befürwortern des Einsatzes von Methylphenidat (Ritalin) wird auf die langjährige Anwendung seit über einem halben Jahrhundert (1959) verwiesen. Wissenschaftlich aufgearbeitet wurde diese Fragestellung bisher aber nicht wirklich.

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Angesichts des mittlerweile hohen und weiter ansteigenden Verbrauchs des Psychopharmakons erscheint das fehlende Interesse an weiteren Untersuchungen seitens Industrie und Wissenschaft erstaunlich bis bedenklich.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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Kommentare (2)
Ritalin folgen
2 Donnerstag, den 25. Oktober 2018 um 03:25 Uhr
Oliver Stockmeier
Ich kann bestätigen, was ich auf einigen Seiten gelesen habe. Mit einer geringeren Knochendichte, die sich bei mir entwickelt hat, bin ich nun 18 Jahre und warte seit mittlerweile 8 Wochen auf die Heilung eines Bruchs am Bein, was eigentlich nur 3-4 Wochen dauern sollte. Ein Kindheitsfreund, der unter starkem Asperger litt und folglich große Mengen an Ritalin bekam, erkrankte kürzlich an Knochenkrebs. Es sind kleinere Studien aus den USA bekannt, in denen 12 Kindern Ritalin gegeben, aber bei diesen bereits nach kurzer Zeit ein 3-fach erhöhtes Krebsrisiko festgestellt wurde! Das Zeug ist teuflisch. Ebenso wie die Pharmaindustrie, die hinter all dem steckt! Warum, glauben Sie, wurden - bis auf diesen „winzigen“, kaum bekannten Test - keine Studien oder Forschungen zu den Langzeitfolgen dieses Medikaments gemacht? Komisch! Scheint genug Geld damit machbar zu sein, um diese offiziellen Testergebnisse „wegzukaufen“. Schließlich nehmen es über 10.000.000 Kinder voller Potenzial auf dieser welt.
Ritalin gegen ADHS
1 Dienstag, den 26. September 2017 um 21:06 Uhr
E.M.
Mein Sohn bekam 8 Jahre lang nacheinander Ritalin, Concerta, Stratera mit der Folge, dass er suchtkrank wurde, seine Aggressionen zunahmen und beim Versuch, auf Zappelin umzusteigen, Depressionen auslösten, die mich fast das Leben kosteten. Er verlor seine fröhliche unbekümmerte Art, aber sein impulsives Verhalten wurde schlimmer statt besser.
Kann nur warnen, wirklich auf die Wahrnehmungen des Kindes und von Eltern und Freunden zu achten und zu reagieren, bevor es zu spät ist. Eine parallele Psychotherapie zu seinen eigentlichen Problemen erhielt er nicht. Hilfe für mich war eine Familienaufstellung, die die Ursachen seines Verhaltens aufzeigte und meine Einstellung dazu änderte. Die erste Stelle, die mir nicht die Schuld an seinem Verhalten gab. Die Ursache konnte ich nicht beheben, trotz allen Kampfes. Sein Vater verweigerte den regelmäßigen Kontakt und mein Sohn sagte mit 16: ich hatte keine Chance als Mutter. Er gab mir in seiner Wahrnehmung die Schuld daran, obwoh ich alles nur erdenkliche dafür tat, diesen Fakt zu ändern.
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