Heilen Wunden ohne Pflaster besser?

Nein. Solange ein Pflaster sauber ist und regelmäßig gewechselt wird, ist es für die Wundheilung kein Hindernis. Eher im Gegenteil: Denn ein Pflaster schützt die Wunde vor äußeren Reizen, die die Heilung behindern können.

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Mit der eigentlichen Heilung aber haben Pflaster nichts zu tun. Wunden heilen dank der körpereigenen Abwehr- und Selbstheilungsfunktionen in aller Regel von selbst. Dabei ist ein starkes Immunsystem Grundvoraussetzung für eine schnelle Wundheilung. Weder ein Pflaster noch frische Luft kann diesen Heilungsprozess beschleunigen.

Es geht nicht um schnellere Heilung, sondern um Schutz vor Bakterien & Co

Wundauflagen wie Pflaster haben aber auch einen ganz anderen Zweck: Sie dienen dem Schutz vor heilungsbehindernden physikalischen, chemischen und mechanischen Einflüssen von außen. Zur Vorbeugung von Infektionen (zu der immer auch ein wirksamer Impfschutz gegen Tetanus gehört!) sind Wundschnellverbände häufig antibakteriell beschichtet. Spezielle feuchte Wundverbände sind dagegen gut für den Verschluss größerer bzw. chronischer und schlecht heilender Wunden.

Schmutzige Pflaster eher schädlich

Bei kleinen Wunden ist ein Pflaster allerdings nicht unbedingt notwendig. Und wenn es zu selten gewechselt wird und dadurch die Wundreinigung und Gewebeatmung behindert, kann es sich sogar schädlich auf den Heilungsverlauf auswirken.

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