Plötzlicher Kindstod

Was ist die häufigste Todesursache von Kindern unter einem Jahr?

Vermutlich haben Sie schon davon gehört: Beim Plötzlichen Säuglingstod (plötzlicher Kindstod) sterben die Kinder einfach so, unbemerkt und ohne Vorwarnung. Die Familien trifft das Ereignis aus heiterem Himmel. Der Begriff ist unter der englischen Abkürzung SIDS (Sudden Infant Death Syndrome) bekannt.

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Was ist der plötzliche Kindstod?

Vom plötzlichen Kindstod (Säuglingstod) oder Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) sprechen Mediziner, wenn ein gesundes Baby oder Kleinkind unerwartet und ohne erkennbare Ursache während des (vermuteten) Schlafs verstirbt.

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Wie häufig ist der plötzliche Kindstod?

In Deutschland starben im Jahr 2007 nach offiziellen Angaben 228 Kinder am Plötzlichen Kindstod und damit etwa 3 von 10.000 Kindern. In den Industrienationen gilt der plötzliche Kindstod als häufigste Todesursache von Kleinkindern in der Zeit nach der Neugeborenenphase.

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Welche Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod gibt es?

Die genaue Ursache des plötzlichen Kindstods kennt man bislang nicht, möglicherweise handelt es sich auch eher um einen Sammelbegriff für ganz verschiedene, heute noch nicht aufgeklärte krankhafte Prozesse. Es wird ein komplexer Vorgang vermutet, der auf dem Zusammentreffen mehrerer äußerer und innerer Gegebenheiten beruht.

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Kann ich mein Baby vor dem plötzlichen Kindstod schützen?

Die gute Nachricht lautet: Das Risiko ihres Kindes, am SIDS (Sudden Infant Death Syndrome / plötzlicher Kindstod) zu sterben, können Eltern mit einfachen Mitteln minimieren. Deshalb sollten Sie die wissenschaftlich fundierten Empfehlungen zur Risikovorbeugung kennen und anwenden. Immer mehr Eltern tun dies und die Sterberate hat erfreulicherweise in den letzten beiden Jahrzehnten stark abgenommen.

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Wie kann ich das Risiko für den plötzlichen Kindstod minimieren?

Mit einfachen Maßnahmen können Eltern das Risiko ihrer Kinder, am plötzlichen Säuglingstod (Sudden Infant Death Syndrome = SIDS) zu sterben, um annähernd 90% vermindern, wie zahlreiche Untersuchungen und Erfahrungen in verschiedenen europäischen Ländern vermuten lassen. In Deutschland hat die Beherzigung der Vorbeugeempfehlungen in einem Zeitraum von zwölf Jahren immerhin zu einem Rückgang der tragischen Todesfälle 67% geführt.

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Was sind die drei wichtigsten Regeln zur Vorbeugung gegen den Plötzlichen Kindstod?

Da es keine klar definierbare Einzelursache, aber eine Vielzahl diskutierter Risikofaktoren gibt, sind auch die Empfehlungen zu möglichen Vorsichtsmaßnahmen vielfältig. Drei Maßnahmen haben sich bisher als die wichtigsten herauskristallisiert und werden als "3-R-Faustregel" zusammengefasst:

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Was ist für den Säugling gefährlich an der Bauchlage?

Liegen schlafende Säuglinge auf dem Bauch, erhöht sich ihr Risiko, am plötzlichen Kindstod zu sterben, um das Neunfache. Es spielt dabei keine Rolle, wann und wo die Kinder schlafen, ob nachts, während der Mittagsruhe oder im Kinderwagen.

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Was steigert das Risiko für den plötzlichen Säuglingstod um das 22-fache?

Viele Kinder, die dem SIDS (Sudden Infant Death Syndrome) zum Opfer fielen, hat man so gefunden: zugedeckt vom Kopfkissen oder der Bettdecke, mit Mund und Nase an Nestchen, Fell  oder Kuscheltier gepresst.

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Erhöhen Sechsfach-Impfstoffe das Risiko für den Plötzlichen Säuglingstod?

Nein, in sorgfältig durchgeführten Untersuchungen und genauen Analysen der gemeldeten Fälle konnte kein Zusammenhang zwischen Impfungen mit Sechsfach-Impfstoffen und dem Plötzlichen Säuglingstod festgestellt werden.

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Warum wird nicht immer ausreichend über die Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod informiert?

Auch wenn Ärzte und Hebammen es besser wissen müssten, findet eine ausreichende Information zu den Gefahren und Vorbeugemaßnahmen im Hinblick auf den plötzlichen Kindstod leider nicht immer statt. Das geschieht wohl nicht selten in gutgemeinter Absicht, um den Müttern – bei einem Ereignisrisiko von etwa 3:10.000 – nicht „unnötig“ Angst zu machen. Gut gemeint bedeutet in diesem Fall allerdings schlecht gemacht.

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Nimmt der plötzliche Kindstod zu?

Nein, das Gegenteil ist glücklicherweise der Fall. Zugenommen hat die Information über mögliche Risikofaktoren und deren Vermeidung. Nach Expertenmeinung ist dies ein maßgeblicher Grund dafür, dass in Deutschland, ähnlich wie in anderen europäischen Ländern, die Zahl der tragischen Todesfälle deutlich zurückgegangen ist.

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