Was mache ich, wenn mein Kind einen Fremdkörper verschluckt hat?

Das hängt von der Art und Größe des Fremdkörpers ab. In den meisten Fällen besteht kein Grund zur Sorge. Normalerweise werden kleinere Objekte, selbst wenn sie einigermaßen spitz sind, vom Körper mit einer Schleimschicht umhüllt und innerhalb einer Woche wieder mit dem Stuhl ausgeschieden.

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Handelt es sich allerdings um einen relativ großen (z.B. wie ein Eurostück) oder sehr spitzen Gegenstand, besteht die Gefahr des Steckenbleibens in Hals oder Speiseröhre. Würgereiz, Schmerzen im Hals oder hinter dem Brustbrein sowie Schluckbeschwerden sind dann die Folge. Ganz selten verursachen größere, längliche Fremdkörper (z.B. Zahnstocher oder Sicherheitsnadeln), denen die Passage durch den Magen hindurch in den Darm nicht gelingt, Erbrechen und Bauchschmerzen.

Empfohlene Maßnahmen bei verschluckten Fremdkörpern sind:

  • Wenn der Gegenstand in seinem Hals oder der Speiseröhre steckt: Versuchen Sie, mit einem in den Schlund gesteckten Finger bei Ihrem Kind den Brechreiz auszulösen. Mit etwas Glück kommt der Fremdkörper bereits durch diese Manipulation wieder heraus. Ansonsten sofort zum HNO-Arzt oder Notarzt rufen, je nach Schwere der Symptomatik.
  • Klagt Ihr Kind lediglich über ein Druckgefühl in der Brust, können Sie versuchen, durch ballaststoffreiche, stopfende Nahrung die Passage in den Magen zu befördern, z.B. mit Sauerkraut, Kartoffelbrei, Vollkornbrot oder Apfelmus, das mit stark zerkleinertem Papiertaschentuch oder Watte vermengt ist.
  • Bei kleineren rundlichen Gegenständen ist normalerweise mit einer problemlosen Magen-Darm-Passage zu rechnen. Bei größeren oder diffizileren Objekten (s.o.) empfiehlt sich die Stuhlkontrolle über eine Woche, innerhalb der die Ausscheidung erfolgen sollte.
  • Verschluckte Batterien müssen im Krankenhaus entfernt werden.


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