Was deutet auf Wachstumsschmerzen hin?

Folgende Beobachtungen sprechen für die Diagnose „Wachstumsschmerzen“:

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  • Alter: Kleinkind- bis Pubertätsalter.
  • Zeitpunkt: Auftreten der Schmerzen abends oder nachts, häufig an mehreren Abenden hintereinander und oft nach vorausgegangener körperlicher Anstrengung bzw. ausgiebiger Bewegung tagsüber, aber nicht währenddessen. Keine Beschwerden mehr am nächsten Morgen.
  • Schmerzdauer: schwankt zwischen wenigen Minuten und einer Stunde.
  • Schmerzart: stechend, dumpf oder brennend. Keine Schmerzverstärkung durch Bewegung oder Druck auf die Muskeln.
  • Schmerzlokalisation: nicht exakt möglich, tief in den Gliedern, hauptsächlich im Bereich der langen Röhrenknochen (v.a. Unter- oder Oberschenkel), auch an Knien, Füßen und Armen, selten im Gelenkbereich. Der Schmerz kann wandern oder die Seiten wechseln.
  • Begleiterscheinungen: eventuell Schwindel bzw. Kreislaufprobleme, aber kein Fieber.
  • Diagnostik: keine Veränderungen an den Knochen, Gelenken und in der Laboruntersuchung.
  • Therapeutisches Ansprechen: Die Schmerzen lassen sich durch Paracetamol beseitigen.

Halten die Schmerzen über längere Zeit an, sind andere, gravierendere Erkrankungen abzuklären, wozu beispielsweise Knochenzysten, Tumoren oder Blutarmut (Leukämie) zählen.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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