Wie ansteckend sind die Röteln – und wie lange?

Die Röteln sind alles in allem sehr ansteckend, wenn auch weniger als etwa die Masern oder die Windpocken. Zur Ansteckungsfähigkeit der weltweit verbreiteten Rubeola-Viren kursieren verschiedene Zahlenangaben, die von weniger als 40% bis 70% reichen.

Unsere 10 wichtigsten Tipps für eine gesunde Kindheit

weiterlesen...

Die Wahrscheinlichkeit eines Krankheitsausbruchs wird mit ca. 30% taxiert, also ungefähr bei jedem dritten Mal, wenn ein nicht immungeschützter Mensch mit einem Röteln-Virus-Träger in Kontakt kommt. Dass man es mit einem Röteln-Infizierten zu tun hat, muss man nicht unbedingt bemerken, da sowohl Kinder als auch Erwachsene mit Röteln bereits eine Woche vor Ausbruch des typischen Hautausschlags zur Ansteckungsquelle werden. Die Ansteckungsgefahr bleibt bis zur Ausheilung (etwa eine weitere Woche später) bestehen.

Zudem verläuft die Krankheit bei jedem zweiten Kind mehr oder minder unbemerkt – die Ansteckungsgefahr besteht aber dennoch. Babys, die von ihrer Mutter noch während der späten Schwangerschaft im Mutterleib angesteckt wurden, können das Röteln-Virus über das Nasen- und Rachensekret oder den Urin sogar bis zu einem Jahr lang (unbemerkt) verbreiten.

Autor:

Anzeigen