Wie häufig treten Röteln auf?

Insgesamt selten, in manchen Ländern konnten die Röteln bereits durch Impfung ausgerottet werden. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Röteln häufiger auf- als in Erscheinung treten. Nur etwa die Hälfte der meist mild verlaufenden „normalen“ Erkrankungen wird als solche wahrgenommen.

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Röteln sind zudem nur in den neuen Bundesländern meldepflichtig, für ganz Deutschland werden lediglich angeborene Rötelninfektionen erfasst, soweit sie erkennbar sind. Das ist aber keineswegs immer der Fall, weil sich mögliche Folgeschäden je nach Zeitpunkt der Infektion während der Schwangerschaft erst später zeigen und/oder nicht mit Rötelnviren assoziiert werden. Es ist also mit einer gewissen Dunkelziffer zu rechnen, die die Werte der offiziellen Meldestatistik um ein Vielfaches übersteigt.

Wann treten Röteln am häufigsten auf?

Bei Röteln liegt der Erkankungsgipfel im Kindesalter von 5-14 Jahren. Etwa 85% der erwachsenen Bevölkerung sind gegen diese Viruserkrankung immunisiert.

Am gefährlichsten ist die Infektion ganz am Anfang des Lebens, bei ungeborenen Kindern. Zwar kam es laut offizieller Meldestatistik in den vergangenen Jahren nur ganz vereinzelt zu einer – meldepflichtigen – angeborenen Rötelnerkrankung. Es wird allerdings geschätzt, dass jedes Jahr immer noch etwa 100 Kinder mit Schäden auf die Welt kommen, die auf eine Röteln-Infektion zurückzuführen sind. Hinzu kommen Fehlgeburten, die bei einer Ansteckung im ersten Schwangerschaftsdrittel nachweislich durch Röteln ausgelöst werden können, sowie von dieser „Kinderkrankheit“ verursachte Frühgeburten.

Statistiken zu Röteln

Im Jahr 2003 wurden in Ostdeutschland 45 Rötelnerkrankungen gemeldet. Hochgerechnet ergibt sich damit eine Neuerkrankungsrate (Inzidenz) von 0,33 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Das Europäische Zentrum für Kontrolle und Vorbeugung von Krankheiten (European Center for Disease Control and Prevention) konstatierte im Jahr 2005 knapp 1.500 Infektionen in 22 Ländern und eine durchschnittliche Inzidienz von 0,51/100.000 (am höchsten in Litauen mit 3,4 und in Holland mit 2,2).

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