Wie können Röteln beim Neugeborenen festgestellt werden?

Wenn es während einer Schwangerschaft zum Kontakt und aufgrund mangelnden Immunschutzes der Schwangeren zur Infektion mit Röteln-Viren kommt, besteht die Möglichkeit der vorgeburtlichen Ansteckung des Kindes über die Plazenta (oder noch während der Geburt).

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Bei Verdacht auf eine solche angeborene Infektion kann der direkte Nachweis des Rubeola-Virus in Rachenspülflüssigkeit, Urin oder anderen Sekreten des Neugeborenen versucht werden. Dieser Test ist allerdings relativ aufwändig, nur in dafür ausgerüsteten Speziallaboren durchführbar und deshalb kein Bestandteil der Routinediagnostik.

Verläuft er positiv (werden also die Röteln-Viren nachgewiesen), ist das Ergebnis meldepflichtig. Angesichts der diagnostischen Hürden – Entwicklung eines Verdachts trotz oft symptomlosen Erkrankungsverlaufs bei der Schwangeren und hoher Aufwand der Nachverfolgung – nimmt die sehr geringe Zahl gemeldeter Infektionen bei gleichzeitig hoher Dunkelziffer nicht wunder.

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