Wie wird Mumps übertragen?

Da wie bei Masern und Röteln der Mensch der einzige Wirt der Mumpsviren ist, kommt auch nur er als Ansteckungsquelle in Frage. Entweder durch

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  • Tröpfcheninfektion (z.B. Sprechen, Niesen, Husten),
  • Schmierinfektion (z.B. durch mit infiziertem Speichel verschmierte Gegenstände),
  • direkten Kontakt (z.B. Küssen) oder
  • selten durch indirekten Kontakt (z.B. gemeinsame Benutzung von Besteck).

Die Viren gelangen über die Schleimhaut von Mundhöhle oder Nasenrachen in den Blutkreislauf der infizierten Person und über den Blutweg an ihre bevorzugten Aufenthaltsorte.

Nach erfolgter Vermehrung finden sich die zur weiteren Infektion bereiten Viren vor allem im Speichel. Die Virusausscheidung über Urin und Muttermilch spielt hingegen keine Rolle.

Jeder Zweite ohne Impfung steckt sich an

Im Vergleich zu ihren Masernverwandten sind die Mumpsviren mit einer Kontagiosität von 40-60% deutlich weniger ansteckend. Praktisch bedeutet das, dass der Kontakt mit dem Erreger bei 4-6 von 10 nicht immungeschützten Personen zur Infektion führt. Etwa bei der Hälfte der von Mumps Befallenen kommt es schließlich zur Ausprägung des Krankheitsbildes (Manifestationsindex ca. 50%). Bei den Masern sind es dagegen fast alle (Manifestationsindex 99%).

Das Ansteckungsrisiko von nicht immungeschützten Eltern und von Erwachsenen, die aus beruflichen Gründen regelmäßigen Kontakt mit Kindern haben, liegt allerdings auch bei Mumps deutlich höher. Eine Impfung (in der Regel kombiniert gegen MMR = Masern, Mumps und Röteln) ist deshalb für diese Personengruppen noch stärker als ohnehin in Betracht zu ziehen.

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