Was sind Masernpartys?

Das sind Kinderfeste, bei denen man die Ansteckung mit Masern vorantreiben will. Und zwar, in dem man Kinder mit Masern bewusst mit seinen gesunden Kindern spielen lässt. Klingt verrückt, gibt es aber.

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Trends in Deutschland kommen häufig aus Amerika. So ist es auch bei den Masernpartys, die als „measles parties“ in den 50er- und 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den USA populär waren – allerdings bevor dort die Impfung gegen Masern eingeführt wurde.

Gefährliche Marotte von Impfgegnern

In Großbritannien wurden die fragwürdigen Festivitäten von Impfgegnern wiederbelebt, da man der Masern-Mumps-Röteln-Impfung fälschlicherweise unterstellte, Autismus zu verursachen. Auch in Deutschland liegt diese Art, Feste zu feiern, in impfkritischen Elternkreisen im Trend, über die Masern hinaus auch bei anderen Erkrankungen wie z.B. Windpocken (Pockenparty).

Nicht nur aus ärztlicher Sicht handelt es sich dabei um ein grob fahrlässiges Treiben. Denn selbst wenn man dem Impfen gegenüber kritisch eingestellt ist, ist das noch lange kein Grund, sein Kind mit Absicht mit dieser belastenden und manchmal auch gefährlichen Erkrankung anzustecken.

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