Wie kann ich meinem Kind bei einer Masernerkrankung helfen?

An erster Stelle stehen liebevolle, beschützende Zuwendung und absolute Bettruhe. Wird diese nicht eingehalten, steigt die Gefahr (lebens-) bedrohlicher Komplikationen wie beispielsweise einer Gehirnentzündung.

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Weitere empfehlenswerte Maßnahmen:

  • Sorgen Sie für eine leichte Abdunkelung des Zimmers, um die lichtempfindlichen Augen Ihres masernkranken Kindes zu schonen.
  • Auch Lesen und Fernsehen ist mindestens während der Fieberphase tabu.
  • Hohes Fieber kann mit Wadenwickeln oder Fieberzäpfchen gesenkt werden.
  • Kühle Waschungen wirken lindernd, falls der Ausschlag juckt, und helfen gleichzeitig gegen das Fieber.
  • Bieten Sie Ihrem kleinen Patienten reichlich Flüssigkeit und nur leichte Kost an.
  • Halten Sie die Raumluft kühl und feucht, wenn Ihr Kind an Schnupfen und Husten leidet.
  • Eine Schonzeit von mindestens zwei Wochen schützt Ihr Kind vor Rückfällen und komplizierten Krankheitsverläufen.
  • Lassen Sie Ihr Kind erst nach Abklingen des Ausschlags und anschließender Schonfrist wieder in Krippe, Hort, Kindergarten oder Schule gehen. Informieren Sie die entsprechende Einrichtung über die Erkrankung Ihres Sprösslings (es besteht Meldepflicht gemäß Infektionsschutzgesetz!).
  • Der Kontakt zu kranken Kinden sollte wegen eingeschränkter Abwehrkraft für eine Weile gemieden werden.

Übrigens: Ob eine Absenkung des Fiebers wirklich notwendig oder überhaupt sinnvoll ist, wird teilweise in Frage gestellt. Insbesondere anthroposophisch orientierte Ärzte weisen auf die körperliche und seelische Heilkraft von Fieber hin und lehnen eine Fiebersenkung bei Masern deshalb ab.

Wie werden Komplikationen behandelt?

Gegen Mittelohr- oder Lungenentzündung helfen Antibiotika, bei Masern-Krupp (begleitende Kehlkopfentzündung) Inhalationen mit Kochsalzlösung. Von besonderer Bedeutung ist die Betreuung des masernkranken Kindes zuhause, wo u.a. unbedingt für konsequente Bettruhe und anschließende Schonung gesorgt werden muss, um die Gefahr bedrohlicher Krankheitsverläufe zu minimieren.

Autor: , August 2011

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