Wie verläuft eine Masern-Infektion?

Die Masernerkrankung hat einen charakteristischen Krankheitsverlauf mit grippeähnlichem Vorstadium und anschließendem Hautausschlag, der heute – aufgrund der erfolgreichen Impfmaßnahmen – nicht mehr in vielen Kinderarztpraxen gesehen wird.

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  • Ansteckung erfolgt, aber noch keine Symptome erkennbar: Inkubationsstadium (ca. 7-14 Tage)
  • Erster Fieberanstieg (bis 39 °C): Prodromalstadium (3-5 Tage)
    • grippeähnliches Erscheinungsbild mit Abgeschlagenheit, Kopf- und Bauchschmerzen, Schnupfen, Husten, Halsbeschwerden, auffälliger Bindehautentzündung („verschwollene Augen“) und ausgeprägtem Krankheitsgefühl
    • nach 2 bis 4 Tagen charakteristischer Ausschlag an der Wangenschleimhaut im Mundinnern (Koplik-Flecken)
    • Fieberabfall
  • Zweiter Fieberanstieg (bis über 40 °C): Hautausschlag (Exanthemisches Stadium, ca. 4-7 Tage)
    • nach 3 bis 5 Tagen typischer Hautauschlag (Masern-Exanthem): zunächst hellrot und punktförmig, beginnend hinter den Ohren und an der Halsseite, Ausbreitung über das Gesicht auf den ganzen Körper
    • Flecken unregelmäßig zusammenfließend, erhaben knötchenförmig, bräunlich
    • Gesicht aufgedunsen, Augen tränen und sind stark gerötet, Lichtscheue (Tageslicht schmerzt)
  • nach 4 bis 7 Tagen Absinken des Fiebers und Abblassen des Ausschlags, Nachlassen des Krankheitsgefühls

Bei konsequenter Bettruhe und Schonung für mindestens zwei Wochen verlaufen die Masern meistens ohne Probleme.

Autor: , August 2011

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