Masern

Kurz zusammengefasst: Was sind die Masern?

Die Masern (Morbilli) sind eine hoch ansteckende Viruserkrankung mit einem typischen Hautausschlag (Masern-Exanthem). Die Infektion wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und tritt vor allem bei Kleinkindern auf.

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Wodurch werden die Masern verursacht?

Durch ein Virus. Auslöser der Masern ist das zur Gruppe der Morbilliviren (Familie der Paramyxoviridae) gehörende Masernvirus, das hoch ansteckend ist. Es wird durch Tröpfcheninfektion, vor allem durch Husten und Niesen, übertragen.

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Soll ich mein Kind gegen Masern impfen lassen?

Ja, unbedingt! Es ist nicht oft genug zu betonen: Masern sind nicht harmlos. Sie gehören zu den ansteckendsten Erkrankungen überhaupt und können vor allem bei Kindern schwerwiegende Komplikationen hervorrufen. Dabei wäre es so einfach, das Virus mit konsequenten Impfungen vollständig auszurotten.

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Wann muss ich mit meinem Kind zum Arzt, wenn es die Masern hat?

Immer. Erstens zum Absichern der (Eigen-) Diagnose und zweitens wegen der möglichen Gefahr von Komplikationen. Wenn sich diese bzw. ein ernsterer Krankheitsverlauf bereits abzeichnen, sollten Sie den Arzt umgehend aufsuchen oder herbeirufen:

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Wie sieht der Hautausschlag bei Masern aus?

Es beginnt ganz unscheinbar mit Fieber und Erklärungssymptomen. Erst ein paar Tage danach breitet sich der typische Ausschlag über den ganzen Körper aus.

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Wie verläuft eine Masern-Infektion?

Die Masernerkrankung hat einen charakteristischen Krankheitsverlauf mit grippeähnlichem Vorstadium und anschließendem Hautausschlag, der heute – aufgrund der erfolgreichen Impfmaßnahmen – nicht mehr in vielen Kinderarztpraxen gesehen wird.

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Wie kann ich meinem Kind bei einer Masernerkrankung helfen?

An erster Stelle stehen liebevolle, beschützende Zuwendung und absolute Bettruhe. Wird diese nicht eingehalten, steigt die Gefahr (lebens-) bedrohlicher Komplikationen wie beispielsweise einer Gehirnentzündung.

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Können geimpfte Kinder die Masern auf ungeimpfte Kinder übertragen?

Normalerweise nicht. Wenn Kinder mit Impfschutz mit einem Masernkranken in Kontakt kommen, lassen sich zwar einige Tage später Masernviren in ihrem Blut nachweisen. Die Immunabwehr verhindert aber eine weitere Ausbreitung der Viren, z.B. auf die Mandeln, von wo aus sie auf Dritte übertragen werden könnten.

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Können die Masern über die Kleidung übertragen werden?

Das ist sehr unwahrscheinlich. Die Übertragung läuft bei der Masernerkrankung durch direkten Kontakt mit einem Erkrankten oder über eine Tröpfcheninfektion, vor allem durch Husten und Niesen. Eine indirekte Übertragung, etwa über die Kleidung, ist unter normalen Verhältnissen praktisch auszuschließen.

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Wer ist von den Masern bedroht?

Früher wurden vor allem Klein- und Schulkinder masernkrank. Sie machen heute noch etwa die Hälfte der Betroffenen aus. Denn seit vermehrt gegen die Masern geimpft wird, hat zwar die Fallzahl der Masern-Erkrankungen insgesamt deutlich abgenommen, dafür werden aber zunehmend Teenager, junge bzw. immungeschwächte Erwachsene und Säuglinge Opfer dieser „Kinderkrankheit“.

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Kommen Masern auch bei Erwachsenen vor?

Ja, das kommt gelegentlich vor, wenn auch weniger häufig. Erwachsene können die Masern bekommen, wenn sie sie noch nicht durchgemacht haben und nicht geimpft sind.

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Was sind Koplik-Flecken?

Unter Koplik-Flecken versteht man die für Masern charakteristischen „kalkspritzerartigen“ Flecken auf der Mundschleimheit. Sie treten 2 bis 4 Tage nach den ersten Krankheitsanzeichen an der Wangeninnenseite gegenüber den Backenzähnen auf.

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Wie werden Masern diagnostiziert?

Da die Masernerkrankung ein recht charakteristisches Erscheinungsbild aufweist, reicht zur Diagnose eine einfache Untersuchung durch den Kinderarzt normalerweise aus.

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Wann besteht bei Masern Ansteckungsgefahr?

Bei einer Masern-Erkrankung besteht die Ansteckungsgefahr bereits 2 bis 4 Tage vor Ausbruch der allerersten, grippeähnlichen Symptome. Das macht die Reduzierung der Ansteckungsgefahr nicht einfacher.

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Kann man die Masern mehrmals bekommen?

Nein, die Masern bekommt man nur einmal. Das Durchmachen der Erkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität.

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Masern: Wie steht Deutschland im europäischen Vergleich da?

Ursprünglich hätten die Masern schon bis zum Jahr 2000 ausgerottet werden sollen, so das erklärte Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 1984. Daraus wurde nichts, auch nicht aus dem neu ausgerufenen Termin 2010.

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Wann ist eine Masern-Erkrankung nicht mehr harmlos?

In den meisten Fällen (deren im Jahr 2010 gemeldete Gesamtzahl in Deutschland 787 betrug) verläuft die Masern-Erkrankung ohne größere Probleme und hinterlässt keine bleibenden Schäden. Manchmal kommt es allerdings zu Komplikationen und ganz selten zu einem lebensbedrohlichen oder sogar tödlichen Krankheitsverlauf.

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Können die Masern ausgerottet werden?

Ja, das Beispiel der seit drei Jahrzehnten vom Erdboden (außerhalb von Laboren) verschwundenen Pocken zeigt, dass so etwas möglich ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) strebt dieses Ziel für 2015 an. Bis vor kurzem galt allerdings noch 2010 als Zielmarke, es scheint also nicht so einfach zu sein.

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Warum heißen die Masern auch „Morbilli“?

Die lateinische Bezeichnung für Masern lautet Morbilli. Dies bedeutet so viel wie „kleine Pest“ und rührt von den ausgedehnten Epidemien des Mittelsalters her, die mit hoher Sterblichkeit einhergingen.

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Was sind Masernpartys?

Das sind Kinderfeste, bei denen man die Ansteckung mit Masern vorantreiben will. Und zwar, in dem man Kinder mit Masern bewusst mit seinen gesunden Kindern spielen lässt. Klingt verrückt, gibt es aber.

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