Wie erkenne ich eine Angina bei meinem Kind?

Bei vielen Erkältungen und fast jedem grippalen Infekt kommt es zu Halsschmerzen. Der Rachen ist dann leicht gerötet, Kratzen und Brennen im Hals sowie Schmerzen beim Schlucken sind unangenehme Begleiterscheinungen. Möglicherweise sind auch die Halslymphknoten geschwollen. Dennoch ist die Situation zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend harmlos.

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Wenn sich aber zu der von Erkältungsviren verursachten Entzündung der Rachenschleimhaut noch eine bakterielle Infektion gesellt, kann sich eine eitrige Mandelentzündung (Angina, Tonsillitis) entwickeln. Kennzeichend dafür sind eitrige Beläge auf den Rachennmandeln (das sind seitlich gelegene rote Hubbel ganz hinten im Rachen, sieht man nur bei heruntergehaltener Zunge) und meist hohes Fieber. Dann ist eine Behandlung mit Antibiotika notwendig, da unbehandelt schwere Folgeerkrankungen an Herz, Nieren und Gelenken drohen.

Eitrige Beläge aber kein Beweis

Ein eitriger Belag auf den Mandeln ist allerdings nicht immer gleichbedeutend mit einer Mandelentzündung. Auch bei einer normalen Rachenentzündung können die Mandeln mit einem weißlichen Sekret überzogen sein. Im Zweifel also so oder so immer zum Arzt.

In Verbindung mit einem vorübergehenden Hautausschlag ist bei Halsschmerzen übrigens auch an Scharlach zu denken. Hier ist ein weiteres typisches Merkmal die himbeerrote Zunge.

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