Was sind typische Beschwerden bei einer eitrigen Mandelentzündung?

Wenn von einer eitrigen Mandelentzündung die Rede ist, geht es eigentlich immer um eine Entzündung der Gaumenmandeln (und nicht der Rachenmandeln). Im Ärzte-Jargon heißt diese recht häufige Infektion Tonsillitis.

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Typische Anzeichen einer solchen Tonsillitis sind Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Das Entzündungsgeschehen spielt sich in der Mehrzahl der Fälle beidseitig ab. Bei Kleinkindern kann sich die Mandelentzündung zu Beginn aber auch nur in Form von Nahrungsverweigerung äußern.

Typische Symptome bei Mandelentzündung sind:

  • starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden
  • unangenehmer Mundgeruch, süßlich riechender Atem
  • Schmerzen auch beim Öffnen des Mundes (z.B. beim Gähnen), die bis zu den Ohren hin ausstrahlen können
  • vermehrter Speichelfluss und belegte Stimme
  • Mandeln und Rachen hochrot, auf den vergrößerten (geschwollenen) Mandeln Eiterpünktchen oder Eiterbeläge
  • hohes Fieber
  • geschwollene Lymphknoten am Hals (im Kieferwinkel), Halsbewegungen können schmerzhaft sein
  • starkes Krankheitsgefühl (Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen & Co)

Besonderheit:

Auslöser der Mandelentzündung sind meist Streptokokken (Bakterien), die unbehandelt zu Folgeerkrankungen wie rheumatischem Fieber oder einer Nierenentzündung führen können. Daher ist eine antibiotische Behandlung erforderlich und manchmal auch eine Operation – gehen Sie mit Ihrem Kind auf jeden Fall zum Arzt!

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