Mandelentzündung (Tonsillitis)

Was ist eine Angina?

Gemeinhin ist mit einer Angina eine Mandelentzündung gemeint. Es gibt zwar auch eine Angina pectoris, mit der Herzschmerzen bei Belastung bezeichnet werden, aber wenn eine Angina ohne Nachnamen daherkommt, nochzumal bei einem Kind, geht es meist um die Entzündung im Rachen.

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Was sind typische Beschwerden bei einer eitrigen Mandelentzündung?

Wenn von einer eitrigen Mandelentzündung die Rede ist, geht es eigentlich immer um eine Entzündung der Gaumenmandeln (und nicht der Rachenmandeln). Im Ärzte-Jargon heißt diese recht häufige Infektion Tonsillitis.

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Wodurch wird eine Mandelentzündung verursacht?

Mandelentzündungen werden vor allem durch eine Ansteckung mit Bakterien oder Viren verursacht. Dabei agieren die Viren nicht selten als Vorreiter der Bakterien, in dem sie ihren Keim-Kollegen im wahrsten Sinne des Wortes den Boden bereiten. Heißt konkret: Erst kommt es zu einer viralen Infektion der Rachenschleimhaut mit Halsschmerzen und Erkältungssymptomen, dann entwickelt sich daraus nach Hinzutreten von Bakterien eine Mandelentzündung. Zumindest, wenn es dumm läuft.

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Wie erkenne ich eine Angina bei meinem Kind?

Bei vielen Erkältungen und fast jedem grippalen Infekt kommt es zu Halsschmerzen. Der Rachen ist dann leicht gerötet, Kratzen und Brennen im Hals sowie Schmerzen beim Schlucken sind unangenehme Begleiterscheinungen. Möglicherweise sind auch die Halslymphknoten geschwollen. Dennoch ist die Situation zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend harmlos.

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Akute Mandelentzündung: Was tut der Arzt zur Absicherung?

Zur Feststellung einer Mandelentzündung ist die ärztliche Blick- und Tastdiagnose meist ausreichend. Zusätzlich wird der Arzt möglicherweise einen Rachenabstrich machen und ihn im Schnelltest auf Streptokokken untersuchen. Damit können die Bakterien ab dem zweiten Krankheitstag nachgewiesen werden, was hinsichtlich der Entscheidung für oder gegen eine antibiotische Behandlung von Bedeutung ist.

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Wie wird eine akute Mandelentzündung behandelt?

Eine leichte Mandelentzündung kann nach 1-2 Wochen auch ohne die Einnahme von Antibiotika ausheilen. Bei ausgeprägtem Beschwerdebild oder wiederholtem Auftreten der Mandelentzündung (medizinisch: Tonsillitis) kommt der Einsatz von Antibiotika dagegen in Frage. Bei einer eitrigen (Streptokokken-) Angina wird er von der Mehrzahl der Ärzte sogar als zwingend erachtet.

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Welche Hausmittel helfen bei einer akuten Mandelentzündung?

Wenn Ihr Kind eine akute Mandelentzündung hat, bedarf es einer sorgfältigen und schonenden häuslichen Behandlung und Betreuung. Die Bettruhe sollte bis mindestens 3 Tage über den Fieberanfall hinaus andauern.

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Antibiotika gegen Mandelentzündung: Was ist dabei wichtig?

Zunächst einmal: Nicht bei jeder Mandelentzündung sind überhaupt Antibiotika notwendig. In leichteren Fällen heilt die Entzündung meist auch von allein komplikationslos aus. Bei ausgeprägten Beschwerden oder bei wiederholtem Auftreten der Mandelentzündung sind Antibiotika hingegen ratsam. Und zwingend notwendig bei einer eitrigen (Streptokokken-) Angina.

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Wann ist eine Entfernung der Mandeln sinnvoll?

Mit der Entfernung der Mandeln ist man heute nicht mehr so schnell bei der Hand wie noch vor 20-30 Jahren. Der Grund: Man weiß mittlerweile um ihre Bedeutung als Bestandteil des immunologischen Abwehrapparates.

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Warum treten Mandelentzündungen vor allem in der Kindheit auf?

Am häufigsten sind schulpflichtige Kinder und junge Erwachsene von einer Mandelentzündung betroffen. Bei Kleinkindern kommt diese Erkrankung dagegen selten vor, vor dem 2. Lebensjahr kaum. Und ab dem mittleren Erwachsenenalter ist die Mandelentzündung auch eher die Ausnahme.

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Ist eine virale oder eine bakterielle Mandelentzündung gefährlicher?

Das Wichtigste zuerst: In aller Regel verlaufen beide Formen der Mandelentzündung (Tonsillitis) harmlos. Sie nerven, aber sie sind m Normalfall nicht gefährlich. Im direkten Vergleich bringen bakterielle Erreger aber das größere Krankheitspotenzial mit. Komplikationen sind zwar auch bei einer viralen Mandelentzündung nicht auszuschließen. Bakterielle Infekte führen aber eher zu einer dauerhaften Infektion, mit einer Entzündung und Vergrößerung der Mandeln und mit der Gefahr der Chronifizierung.

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Mandelabszess und Kieferklemme: Was ist das?

Die selten vorkommende Abzessbildung bei einer Mandelentzündung kündigt sich an durch hohe, oft schwankende Temperaturen, ein starkes Krankheitsgefühl und die Unfähigkeit, den Mund richtig zu öffnen (Kieferklemme). Wenn Sie solche Beschwerden bei Ihrem Kind feststellen, ist ein umgehender Besuch in der Kinderarztpraxis notwendig.

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Wie kommt es zu einer chronischen Mandelentzündung?

Im Gegensatz zur klassischen, akuten Mandelentzündung handelt es sich bei der chronischen Mandelentzündung um eine Art Dauer-Infekt. Das kann die Folge zahlreicher vorheriger (akuter) Mandelentzündungen sein, in deren Verlauf sich das Gewebe mehr und mehr krankhaft verändert hat.

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