Was ist die Legionärskrankheit?

Der Name Legionärskrankheit suggeriert zwar ein fernes Metier in fremden Ländern und vergangenen Zeiten. Diese bakterielle Infektionskrankheit tritt aber ganz aktuell, weltweit und nicht gerade selten auf. Nach Ansteckung mit den als Legionellen bezeichneten Erregern entwickelt sich ein Krankheitsbild, das von leichten grippalen Beschwerden bis zur lebensbedrohlichen Lungenentzündung mit hohem Fieber, Schüttelfrost und Atemnot reichen kann.

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Gefahr lauert in der Dusche

Legionellen sind vor allem in Vorrichtungen der Wasserversorgung zu finden, beispielsweise in Duschköpfen sowie Warmwasser- und Klimaanlagen. Ihren Weg in den menschlichen Körper finden sie vorrangig über das Einatmen der Wasserdämpfe. Zur Infektion kommt es allerdings fast ausschließlich bei Menschen mit vorbestehenden Erkrankungen von Herz, Nieren oder Lunge oder mit einem geschwächten Immunsystem (z.B. Diabetiker, Krebspatienten, Alkoholiker).

Wichtig und oft lebensrettend ist die rasche Behandlung mit Antibiotika. Vorbeugend wirksam ist ein Erhitzen des Wassers in den betreffenden Anlagen auf über 60 °C, wodurch die Legionellen abgetötet werden. Das ist allerdings wirklich nur ein Thema, wenn eine realistische Gefahr der Ansteckung besteht.

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