Warum gelten Äpfel und anderes Baumobst nicht als EHEC-Infektionsquelle?

Als natürliches Reservoir der EHEC-Bakterien gilt vor allem der Darm von Wiederkäuern. Von den (gesunden) landwirtschaftlichen Nutztieren gelangen die Keime über den Kot nach außen und mit der Gülle ins Freie.

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Deshalb fällt der erste Verdacht als Infektionsquelle entweder auf tierische Produkte (z.B. Rohmilch oder Fleisch), die durch unsaubere Verarbeitung direkt mit den Erregern aus dem Tierkörperumfeld kontaminiert wurden. Oder auf mit Gülle gedüngte und damit bodennahe Gewächse wie Gemüse, Blattsalate oder Gurken.

Äpfel, Birnen und anderes Baumobst gelten als ungefährdet, bis das Gegenteil bewiesen ist. Denn natürlich sind, zumindest theoretisch, entlang der gesamten Lebensmittelkette nachträgliche Verunreinigungen – z.B. auch beim Transport oder der Lagerung – denkbar, die nahezu jedes Produkt zum Infektionsherd machen könnten.

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