Warum kann Bakterien-Sex für uns tödliche Folgen haben?

Weil Bakterien wie EHEC durch Sex bösartiger werden können. Wen das näher interessiert, muss etwas tiefer in die Bakterien-Biologie einsteigen:

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Mutationen sind bei Bakterien häufig zu beobachten, denn damit können sie ihre Lebensdauer verlängern bzw. ihr Überleben auch bei veränderten Umweltbedingungen – z.B. immunologische Abwehr des Körpers oder verabreichte Antibiotika – sichern.

Spontanmutationen können beim normalen bakteriellen Vermehrungsprozess erfolgen, der als asexuelle Zellteilung abläuft. Darüber hinaus sind Bakterien aber auch dazu in der Lage, Erbsubstanz beim (wenn auch vergleichsweise primitiven) „Sex“ mit einem Partner auszutauschen.

Aktuelles Beispiel (2011): Als Auslöser der im Mai 2011 in Deutschland ausgebrochenen EHEC-Infektionswelle wurde ein besonders aggressiver Hybrid-Klon identifiziert. In kürzester Zeit hat er überraschenderweise mehrere erwachsene Todesopfer gefordert. Der neue Koli-Stamm mit dem bekannten Serotyp O104:H4 soll genetische Gemeinsamkeiten (Plasmide) mit dem Stamm EAEC 55989 haben, der in Zentralafrika isoliert wurde und von dem bekannt ist, dass er lebensbedrohliche Darminfektionen verursachen kann.

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