Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr mit EHEC?

Die Ansteckungsgefahr ist grundsätzlich sehr hoch, da schon eine kleine Menge von EHEC-Bakterien (10-100 Keime), die sich beispielsweise auf verunreinigtem Fleisch oder Gemüse befindet, in der Lage ist, eine Infektion auszulösen.

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Außerdem sind die EHEC-Keime relativ unempfindlich und im Boden oder Wasser wochenlang überlebensfähig. Andererseits kann das Ansteckungsrisiko durch vergleichsweise einfache, konsequent angewandte Hygienemaßnahmen und (bei bekannter Infektionsquelle) durch ein angemessenes Vermeidungsverhalten deutlich reduziert werden.

Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt nur bei sehr engem Kontakt, hier spielt die familiäre Hygiene eine wichtige Rolle. Die Empfehlungen der offiziellen Behörden, allen voran des Robert-Koch-Instituts, sind entsprechend zu beachten.

Führt der Kontakt mit EHEC-Bakterien immer zur Erkrankung?

Nein. Zwar reicht schon eine kleine Menge von EHEC-Bakterien (weniger als 100 Keime) aus, um eine Infektion auszulösen. Dennoch erkrankt nur ein Teil der infizierten Personen mit sicht- bzw. spürbaren Auswirkungen, wobei die individuelle Konstitution und Abwehrkraft eine wichtige Rolle spielen.

Die Kehrseite dieser an sich guten Nachricht besteht darin, dass ein Mensch bei symptomloser Infektion mitunter monatelang zur wandelnden Ansteckungsquelle für seine Umgebung werden kann und damit zur Gefahr für weniger abwehrstarke Kontaktpersonen.

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