Was ist EHEC?

Die Abkürzung EHEC steht für enterohämorrhagische Escherichia coli (EC = E. coli). Es handelt sich um humanpathogene, also für den Menschen gefährliche Bakterienstämme.

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EHEC kommen vor allem im Darm von (selbst nicht erkrankenden) Wiederkäuern in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung vor, werden mit dem Kot ausgeschieden und können wochenlang im Boden und im Wasser überleben.

Gefährlicher als ihre E.coli-Brüder

Im Gegensatz zu ihren harmlosen E.-coli-Verwandten, die als stäbchenförmige Darmbakterien auch den menschlichen Körper bevölkern, sind die EHEC-Bakterienstämme (man unterscheidet STEC und VTEC) in der Lage, die stark wirksamen Zellgifte Shigatoxin bzw. Verotoxin zu produzieren. Nach einer EHEC-Infektion kann es zu blutigen Durchfällen und zum hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) kommen, einer potenziell lebensgefährlichen Komplikation mit Nierenversagen.

Die Übertragung der Bakterien, von denen bereits eine kleine Anzahl zur Infektion führen kann, erfolgt über kontaminierte Lebensmittel und durch Schmierinfektion „von der Hand in den Mund“. Deshalb zählt gründliches Waschen der Hände und Nahrungsmittel (Gemüse und Obst) zu den wichtigsten Vorbeugemaßnahmen gegen eine Ansteckung mit EHEC.

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