EHEC: Grundlagen und Vorbeugung

Gibt es noch EHEC in Deutschland?

Ja, ein paar von den EHEC-Bakterien treiben sich mit Sicherheit noch in Deutschland herum, auch wenn die bis dato größte EHEC-Epidemie in der Bundesrepublik am 26. Juli 2011 vom Robert-Koch-Institut offiziell für beendet erklärt wurde. Binnen zweier Monate waren mehr als 4.320 Erkrankungsfälle registriert und 50 Todesopfer beklagt worden.

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Was ist EHEC?

Die Abkürzung EHEC steht für enterohämorrhagische Escherichia coli (EC = E. coli). Es handelt sich um humanpathogene, also für den Menschen gefährliche Bakterienstämme.

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Was sind die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen gegen EHEC?

Die Infektion erfolgt „von der Hand in den Mund“, also wenn Hände mit Ausscheidungsprodukten infizierter Tiere in Berührung kommen und danach zum Mund geführt werden (oder wenn infizierte Lebensmittel ungewaschen verspeist werden).

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Welche Hygienemaßnahmen werden zum Schutz vor EHEC empfohlen?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) empfiehlt:

 

1. Händehygiene:

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EHEC: Worauf sollte bei Kindern geachtet werden?

Achten Sie darauf, dass auch Ihre Kinder in dieser Phase erhöhter EHEC-Gefahr (Stand: Ende Mai 2011) ein besonderes Augenmerk auf die Hygiene legen. Dazu gehört:

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Warum gelten Äpfel und anderes Baumobst nicht als EHEC-Infektionsquelle?

Als natürliches Reservoir der EHEC-Bakterien gilt vor allem der Darm von Wiederkäuern. Von den (gesunden) landwirtschaftlichen Nutztieren gelangen die Keime über den Kot nach außen und mit der Gülle ins Freie.

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Wie bringt man einen EHEC-Keim um die Ecke?

Erhitzungsverfahren wie Kochen, Braten und Pasteurisieren töten die EHEC-Erreger zuverlässig ab. Voraussetzung ist, dass im Kern des Lebensmittels für mindestens zwei Minuten eine Temperatur von 70 °C erreicht wird.

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Wie häufig kommen EHEC-Infektionen vor?

Jedes Jahr stecken sich in Deutschland rund 1.000 Menschen mit den EHEC-Erregern an. Das ist deutlich seltener der Fall als etwa mit Salmonellen oder Campylobacter (dem berühmten Magenkeim).

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Warum kann Bakterien-Sex für uns tödliche Folgen haben?

Weil Bakterien wie EHEC durch Sex bösartiger werden können. Wen das näher interessiert, muss etwas tiefer in die Bakterien-Biologie einsteigen:

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Wie kann EHEC übertragen werden?

Die Ansteckung mit EHEC, für die als Hauptreservoir der Darm von Wiederkäuern gilt, erfolgt durch unbeabsichtigte orale Aufnahme von Fäkalspuren. Mangelnde Hygiene begünstigt die Übertragung, die vielfältig erfolgen kann, z.B.:

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Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr mit EHEC?

Die Ansteckungsgefahr ist grundsätzlich sehr hoch, da schon eine kleine Menge von EHEC-Bakterien (10-100 Keime), die sich beispielsweise auf verunreinigtem Fleisch oder Gemüse befindet, in der Lage ist, eine Infektion auszulösen.

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Woher kommen die EHEC-Erreger?

Es mag sich für uns eher unwirtlich anhören, aber EHECs lieben das Innere des Darms. Der Ort, am dem sie dauerhaft überleben und sich vermehren können – man spricht vom natürlichen Reservoir –, ist vor allem der Darm von (gesunden) Rindern und anderen Wiederkäuern.

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Wo kommen E.-coli-Bakterien vor?

E.-coli-Bakterien (EC) sind sehr weit verbreitet, sie kommen fast überall vor. Auch im menschlichen Körper finden sie sich als normaler Bestandteil der Darmflora (Millionen davon, um genau zu sein).

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Wer ist „HUSEC 41“?

Nein, HUSEC 41 ist kein russischer Satellit. Unter dieser Bezeichnung wird der spezielle EHEC-Erreger geführt, der die aktuelle Infektionswelle in Deutschland (Beginn: Mai 2011) ausgelöst hat.

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EHEC: Was bedeutet die Stammbezeichnung O104:H4 – und wen interessiert das?

Wenn Sie sich in diesen Tagen (Mai/Juni 2011) etwas genauer über das gegenwärtig in Deutschland grassierende EHEC-Phänomen informieren, werden Sie unweigerlich auf die Bezeichnung „O104:H14“ stoßen, den Serotyp des verantwortlich gemachten Infektionsauslösers.

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Was ist eine Epidemie?

Unter einer Epidemie versteht man ein stark gehäuftes, örtlich und zeitlich begrenztes Auftreten einer Erkrankung. Dabei handelt es sich überwiegend um Infektionskrankheiten, wie z.B. Cholera, Typhus, Legionärskrankheit, Schweingerippe oder EHEC.

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Ist die EHEC-Berichterstattung Panikmache?

Gemäß dem hochaktuellen Dogma der Medienbranche – „Bad news are good news“ – ist davon auszugehen, dass es auch in der Berichterstattung über die ungewöhnlich starke Häufung von gemeldeten EHEC-Infektionen (Mai 2011) zu panikförderlichen Darstellungen und medialen Verzerrungen kommt.

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Was ist eine Epimedie?

Im Unterschied zur Epidemie, die in diesem Portal an anderer Stelle beschrieben wird, handelt es sich bei einer Epimedie um die massenhafte Ausbreitung einer vereinzelten Horrormeldung, wodurch es zum flächendeckenden Meldungshorror kommt.

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