Wie können EHEC-Patienten behandelt werden?

Zur Zeit (Anfang Juni 2011) ist weder eine gegen die EHEC-Erreger gerichtete etablierte Kausaltherapie noch eine Impfung verfügbar.

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Die Behandlung mit Antibiotika ist – anders als bei vielen anderen bakteriellen Infektionen – bei einer EHEC-Erkrankung meist kontraproduktiv.

Therapeutisch steht deshalb im Vordergrund:

  • Ausgleich der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste aufgrund von Durchfall und Erbrechen mit Elektrolytlösungen (oral oder per Infusion)

Bei Vorliegen eines hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS):

  • zumeist harntreibende Therapie
  • bei schwerem Verlauf Plasmapherese, um das Blut von Zellgiften der EHEC-Bakterien zu reinigen (kann auch bei Schwangeren und Kindern sinnvoll sein)
  • bei Nierenversagen: Dialyse

Noch in der klinischen Forschung (2011):

  • gentechnologisch hergestellter Antikörper gegen das Shigatoxin (also gegen den Bakterienstoff, der so krank macht)

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